
Rüdiger hat sich selbst zum Problem für den Bundestrainer gemacht
Süddeutsche Zeitung
Die brutal anmutende Szene von Antonio Rüdiger im Ligaspiel gegen Getafe zwingt Bundestrainer Julian Nagelsmann zu einer Entscheidung.
Vor ziemlich genau einem Jahr war das Länderspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft in Dortmund gegen Italien eine Stunde alt, da wuchs auf der Südtribüne ein Choral. Immer lauter wurde er. „Rü - di - ger, Rü - di - ger, RÜ - DI -GER“, riefen die deutschen Anhänger. Auf dem Rasen stand es zu diesem Zeitpunkt noch 3:1 für ihre Mannschaft, und der Besungene hatte gerade erneut spektakulär das eigene Tor vor drohender Gefahr beschützt. Abwehrspieler werden selten spontan von ganzen Tribünen gefeiert, auch Rüdiger selbst war offenbar überrascht, aber auch gerührt von der spontanen Zuneigung, er bedankte sich während des laufenden Spiels mit erhobenen Händen bei den Fans. Das Spiel endete 3:3, die Debatten waren dann schnell wieder andere.













