
Prozess gegen Bande: Erstmals Einlassungen von Angeklagten
n-tv
Ermittler in Deutschland haben dank Hinweisen aus dem Ausland zu verschlüsselter Handy-Kommunikation viele Verdächtige aus der Drogenszene gefasst. Vier von ihnen stehen in Neubrandenburg vor Gericht. Der Prozess könnte lange dauern.
Neubrandenburg (dpa/mv) - Im Prozess wegen bandenmäßigen Drogenhandels am Landgericht Neubrandenburg haben drei der vier Angeklagten erstmals ihr Schweigen gebrochen. Am Freitag verlas einer der Männer eine vorbereitete Erklärung, zwei Angeklagte ließen über ihre Anwälte Erklärungen verlesen. Demnach kennen sich der 59-jährige Hauptangeklagte, der aus einem Dorf bei Stavenhagen (Mecklenburgische Seenplatte) kommt, und der mutmaßliche Fahrer des letzten Drogenschmuggler-Autos aus der Nähe von Röbel seit mehr als 20 Jahren.
Er habe aber nur Aufträge für Fahrten von einem anderen Bekannten aus Hamburg bekommen, ohne zu wissen, was transportiert wurde, erklärte der mutmaßliche Fahrer. Er arbeite als Fernfahrer und sei regelmäßig zwischen Holland, Hamburg, Italien und der Seenplatte unterwegs. Er habe sich "was dazu verdienen wollen". Auch wenn in dem zur Verfügung gestellten Auto ein Beutel oder eine verschlossene Handtasche lagen, habe er vom Inhalt nichts gewusst.













