
Neues Zentralamt für Unterhaltsvorschuss
n-tv
Zahlt ein Elternteil keinen Unterhalt, springt der Staat mit einem Unterhaltsvorschuss ein. In Hamburg beziehen ihn 27.000 Kinder. Die Stadt will die Rückzahlungsquote erhöhen.
Zahlt ein Elternteil keinen Unterhalt, springt der Staat mit einem Unterhaltsvorschuss ein. In Hamburg beziehen ihn 27.000 Kinder. Die Stadt will die Rückzahlungsquote erhöhen.
Hamburg (dpa/lno) - Ein neues bezirkliches Zentralamt soll in Hamburg für eine höhere Rückzahlungsquote beim sogenannten Unterhaltsvorschuss sorgen. Derzeit beziehen nach Angaben der Finanzbehörde und der Schul- und Familienbehörde in der Hansestadt rund 27.000 Kinder diese staatliche Leistung, wenn ein Elternteil seinen Unterhaltsverpflichtungen nicht nachkommt. Die Behörden versuchen dann, das Geld zurückzubekommen. In Hamburg liegt die Rückholquote bei 11,5 Prozent, wie Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) mitteilte.
Hamburg liege mit dieser Quote "zwar nicht auf dem letzten Platz, aber auch nicht im Mittelfeld". Mit dem neuen Zentralamt, das mit 106 Mitarbeitern ab dem 1. April im dann für ganz Hamburg zuständigen Bezirksamt Wandsbek seine Arbeit aufnimmt, solle die Quote auf mindestens 15 Prozent erhöht werden, sagte er.
Die Ausgaben für den Unterhaltsvorschuss seien in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen auf zuletzt rund 95,5 Millionen Euro. In rund 95 Prozent der Fälle seien es die Väter, die ihrer Familie den Unterhalt schuldig blieben.
Gelänge es, die Rückholquote auf 15 Prozent zu steigern, würde das Mehreinnahmen in Höhe von 3,7 Millionen Euro pro Jahr bedeuten, sagte Dressel. Erreicht werden sollen die Steigerung durch die Zentralisierung und eine "kompetente Einheitssachbearbeitung". Zudem soll es vermehrt Hausbesuche geben. "An manchen Stellen ist hier erkennbar auch Sozialleistungsmissbrauch im Spiel. Dem müssen wir konsequent entgegentreten", sagte Dressel.













