
Schulze sucht Lösungen für SKW Piesteritz in Tschechien
n-tv
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze möchte nächste Woche in Prag mit dem Agrofert-Eigentümer über den Düngerhersteller SKW Piesteritz sprechen.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze möchte nächste Woche in Prag mit dem Agrofert-Eigentümer über den Düngerhersteller SKW Piesteritz sprechen.
Magdeburg/Prag (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) möchte kommende Woche Dienstag nach Prag reisen, um sich dort unter anderem mit dem Eigentümer des Agrofert-Konzerns, dem amtierenden tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babis, zu treffen. Hintergrund ist die wirtschaftliche Lage des Düngemittelherstellers SKW Piesteritz in Wittenberg, eines der größten Düngemittelwerke Deutschlands und Teil des Agrofert-Konzerns.
Details zur Reise sind noch nicht bekannt. Die Staatskanzlei sei noch in der Planung, sagte Regierungssprecherin Tanja Andrys nach der Kabinettssitzung in Magdeburg.
Das Unternehmen steht seit längerem wirtschaftlich unter Druck. Besonders die stark gestiegenen Energiepreise belasten die Produktion, weil die Herstellung von Ammoniak sehr gasintensiv ist. SKW Piesteritz gilt als einer der größten Gasverbraucher der deutschen Industrie.
Hinzu kommen nach Unternehmensangaben Wettbewerbsnachteile gegenüber günstigeren Importen, etwa von Düngemitteln aus Russland, sowie politische Rahmenbedingungen, die aus Sicht des Unternehmens die Produktion verteuern. Infolge der schwierigen Marktlage hatte SKW Piesteritz zeitweise die Produktion gedrosselt und eine von zwei Ammoniakanlagen stillgelegt.













