
Passauer FDP mit drei "Revoluzzern" im Stadtrat
n-tv
Bayernweit hat die FDP bei der Kommunalwahl an Zuspruch verloren. Nicht so in Passau: Dort hat die Partei einen Sitz im Stadtrat hinzugewonnen - in einer ungewöhnlichen Konstellation.
Bayernweit hat die FDP bei der Kommunalwahl an Zuspruch verloren. Nicht so in Passau: Dort hat die Partei einen Sitz im Stadtrat hinzugewonnen - in einer ungewöhnlichen Konstellation.
Passau (dpa/lby) - Drei Passauer Kommunalpolitiker sorgen mit ihrem Einzug für die FDP in den Stadtrat für Furore: Holm Putzke und Georg Steiner sind weiterhin CSU-Mitglieder und der dritte Neu-Mandatsträger, Sebastian Frankenberger, war einst für die ÖDP aktiv und ist inzwischen parteilos. Bisher war die FDP mit zwei Stadträten vertreten, die wiederum beide für die CSU kandidiert haben.
Einen Grund, die CSU jetzt zu verlassen, sieht Holm Putzke nach eigenen Worten nicht. "Ich werde nichts ändern", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Er sei als unabhängiger Kandidat auf der Liste der Freien Demokraten angetreten - und gewählt worden. "Das ist unser Ticket für den Stadtrat."
Die Menschen in Passau hätten sich an der Konstellation offenbar nicht gestört, schließlich habe er die fünftmeisten Stimmen bei der Stadtratswahl und die drittmeisten bei der Wahl zum Oberbürgermeister erhalten. Das spreche für seine Arbeit. Als Stadträte seien sie ohnehin unabhängig von einer Parteizugehörigkeit der Stadt und der Stadtpolitik verpflichtet.
"Wir sind drei Revoluzzer", sagte Sebastian Frankenberger. "Wir stehen für unangepasste Stadtpolitik." Ihm sei vor allem wichtig gewesen, Holm Putzke in dessen OB-Wahlkampf zu unterstützen. Dass er selbst gewählt werden würde, habe er nicht erwartet. Sein Stadtratsmandat will Frankenberger nun aber gerne wahrnehmen. Der 44-Jährige war vor gut 15 Jahren mit seiner Initiative für mehr Nichtraucherschutz bundesweit bekanntgeworden.













