
Neue Studie belegt Ausmaß psychischer Gewalt in Partnerschaften
n-tv
Eine aktuelle Dunkelfeldstudie liefert erschreckende Zahlen zur Gewalt in Deutschland. Demnach ist psychische Gewalt in Partnerschaften für Frauen und Männer ein massives Problem. Fast die Hälfte der Frauen und 40 Prozent der Männer erleben sie. Doch kaum jemand erstattet Anzeige.
Eine aktuelle Dunkelfeldstudie liefert erschreckende Zahlen zur Gewalt in Deutschland. Demnach ist psychische Gewalt in Partnerschaften für Frauen und Männer ein massives Problem. Fast die Hälfte der Frauen und 40 Prozent der Männer erleben sie. Doch kaum jemand erstattet Anzeige.
Bei Gewalterfahrungen gibt es trotz vieler offizieller Zahlen, beispielsweise aus der Polizeilichen Kriminalstatistik, viele Fälle, die nicht erfasst werden. Um das tatsächliche Ausmaß von sexueller Belästigung und verschiedenen Formen von Gewalt besser abschätzen zu können, hat die Bundesregierung deshalb in einer Studie dieses sogenannte Dunkelfeld erforscht. Die Ergebnisse stellen Bundesbildungsministerin Karin Prien, Innenminister Alexander Dobrindt und der Chef des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, heute zusammen vor.
ntv.de lag die Untersuchung vorab vor. Für die sogenannte LeSuBia-Studie (kurz für Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag) wurden zwischen Juli 2023 und Januar 2025 insgesamt 15.479 Menschen in Deutschland zu ihren Gewalterfahrungen befragt. Die Vorbereitungen dazu hatten noch vor der Zeit der Ampel-Regierung begonnen.
Dabei geht es sowohl um betroffene Frauen als auch um Männer. Ein Schwerpunkt liegt laut BKA auf der genaueren Erhebung von Gewalterfahrungen in Paarbeziehungen, auf sexualisierter Gewalt und Gewalt im digitalen Raum. Ein zentraler Befund der Studie ist: In den zurückliegenden fünf Jahren waren Frauen und Männer sowohl von psychischer als auch von körperlicher Gewalt in (Ex-)Paarbeziehungen ähnlich häufig betroffen. Weibliche Betroffene weisen jedoch bei beiden Gewaltformen eine deutlich stärkere Schwere der Gewalt auf. Aber auch Männer sind von sexueller Belästigung, sexuellem Übergriff und Stalking betroffen.
Demnach erleben 48,7 Prozent der Frauen und 40 Prozent der Männer mindestens einmal im Leben psychische Gewalt in einer Partnerschaft oder Ex-Partnerschaft. Über alle Geschlechter hinweg ist emotionale Gewalt die am weitesten verbreitete Form psychischer Gewalt. 37,8 Prozent der Befragten gaben an, sie mindestens einmal im Leben erlebt zu haben. Dazu gehören ständiges Beschimpfen, Lächerlichmachen, Erniedrigen oder Anschreien, Drohungen oder auch die Kontrolle des Handys, von finanziellen Entscheidungen oder sozialen Beziehungen.

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