
Anwälte pfänden Ryanair-Flugzeug wegen 355 Euro
n-tv
Die Besatzung eines Ryanair-Flugs staunt nicht schlecht, als plötzlich der Gerichtsvollzieher auftaucht. Die Airline schuldet einer Reisenden einen niedrigen dreistelligen Betrag. Daraufhin wird die Boeing gepfändet.
Die Besatzung eines Ryanair-Flugs staunt nicht schlecht, als plötzlich der Gerichtsvollzieher auftaucht. Die Airline schuldet einer Reisenden einen niedrigen dreistelligen Betrag. Daraufhin wird die Boeing gepfändet.
In Österreich ist ein Flugzeug der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair gepfändet worden. Weil die Airline eine Forderung in Höhe von 355,02 Euro nicht zahlte, rückte ein Anwalt samt Gerichtsvollzieher an und griff zu diesem drastischen Mittel, wie die Kanzlei Florianer Anwälte österreichischen Medien mitteilte.
Demnach liegt der Forderung eine Flugverspätung von knapp fünf Stunden zugrunde. Am 11. Juli 2024 startete der Urlaubsflieger in Linz nicht um 8.20 Uhr nach Mallorca, sondern erst um 13 Uhr. Einer Frau stand deshalb laut europäischer Fluggastrechteverordnung eine Entschädigung in Höhe von 250 Euro zu. Zusätzlich hätte Ryanair die Differenz zu einem kurzfristig gebuchten Ersatzflug begleichen müssen, mit dem die Betroffene weniger stark verspätet ankam. Beides geschah jedoch nicht. Ryanair erstattete lediglich die ursprüngliche Buchung.
Anwalt Georg Wageneder sagte der österreichischen Tageszeitung "Heute", dass er bereits gegen die Fluggesellschaft geklagt habe, "aber sie haben nicht gezahlt". Der Rechtsbeistand zeigte sich irritiert und erklärte, solche Beträge würden in der Regel beglichen werden. In der Folge erwirkte Wageneder beim Handelsgericht einen Exekutionstitel, wie es in Österreich heißt, berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten". Der Anwalt fuhr also zum Flughafen, als eine Landung Ryanairs anstand, und versuchte gemeinsam mit einem Gerichtsvollzieher, die offene Summe bei den Angestellten der Airline einzutreiben.
Da keiner der Piloten oder Flugbegleiter die 355,02 Euro in bar aufbringen konnte oder wollte, wurde gepfändet. "Grundsätzlich kann alles von Wert gepfändet werden", sagte Wageneder. "Nachdem es ein irisches Unternehmen ist, muss man schauen, was in Österreich greifbar ist." Da Ryanair nicht viel von Wert am Flughafen Linz hat, blieb dem Gerichtsvollzieher und der Kanzlei nur, das Flugzeug zu pfänden.

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