
Mehr Menschen leben in Armut - auch im Südwesten
n-tv
Auch im reichen Südwesten gelten viele Menschen als arm. Gesundes Essen oder Fahrkarten sind dann nicht drin. Und die Armut wächst.
Stuttgart (dpa/lsw) - Auch im reichen Südwesten gelten immer mehr Menschen als arm. 13,2 Prozent der Menschen in Baden-Württemberg lebten im Jahr 2024 in Armut - 160.000 mehr als noch im Vorjahr, wie aus dem Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands hervorgeht. Damit sei die Armutsquote auf einen weiteren Höchststand gestiegen. 1,5 Millionen Menschen seien im Land betroffen. "Das ist für ein reiches Land ein Armutszeugnis", betonte Ulf Hartmann, Vorstand des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Baden-Württemberg.
Besonders einkommensarme Menschen wie Alleinerziehende, junge Erwachsene und Rentner hätten in den vergangenen Jahren immer mehr an Kaufkraft verloren, so der Verband.
Im Ländervergleich liegt Baden-Württemberg aber immer noch weit oben: Der Südwesten weist die zweitniedrigste Armutsquote nach Bayern (11,8 Prozent) auf. Deutsches Schlusslicht ist Bremen - 25,9 Prozent der Menschen leben hier in Armut. Bundesweit liegt die Armutsquote bei 15,5 Prozent - und ist im vergangenen Jahr um 1,1 Prozentpunkte gestiegen.

Der Politikwissenschaftler Thomas Biebricher rechnet damit, dass der Streit um die "Lifestyle-Teilzeit" auf dem CDU-Parteitag zumindest im Hintergrund eine Rolle spielen wird. Aktuell dominiere zwar der wirtschaftsliberale Flügel. "Aber natürlich gibt es in der CDU auch andere, die darauf hinweisen, dass die Union immer gut damit gefahren ist, sich dem Neoliberalismus nicht komplett auszuliefern."












