
Linnemann will Arbeitspflicht und Aktivrente
n-tv
Unternehmen und Bürger verlassen sich nach Ansicht von CDU-Vize Linnemann zu sehr auf den Staat. Beim Ludwig-Erhard-Gipfel plädiert er für eine Rückkehr zu mehr Eigenverantwortung und geißelt die Ausweitung der Teilzeitarbeit. Konkret schlägt er ein Modell für Arbeit neben der Rente und ein Ende des Bürgergelds vor.
CDU-Vize Carsten Linnemann plädiert für eine Debatte über eine Arbeitspflicht in Deutschland. Zugleich beklagte er eine aus seiner Sicht gesunkene Bereitschaft von Unternehmen zur Eigenverantwortung sowie die Entwicklung des Landes zu einer Teilarbeitszeitgesellschaft. Es sei die "größte Herausforderung dieses Jahrhunderts, in Zeiten steigenden Wohlstands für die Eigenverantwortung des Einzelnen zu kämpfen", sagte er beim Ludwig-Erhard-Gipfel in Bayern. "In diesem Land erwecken wir seit einigen Jahren den Eindruck, als wenn der Staat die Probleme entweder mit Geld lösen kann oder mit neuen Beamten."
In Deutschland habe sich eine Mentalität breitgemacht, die dazu geführt habe, dass ihn Unternehmen anriefen und nach Fördertöpfen fragten. "Der Staat wird gesehen wie eine Amazon-Plattform, wo ich alles bestellen kann" und der Staat "alles organisiert", beklagte er. "Die Eigenverantwortung geht volle Pulle vor die Hunde."
Mit Blick auf den Arbeitsmarkt konstatierte der, dass die Zahl der sozialversicherungpflichtig Beschäftigten in den vergangenen Jahren von 40 Millionen auf 45 Millionen gestiegen, die Zahl der Arbeitsstunden aber konstant geblieben sei. Grund sei die Ausweitung der Möglichkeit zur Teilzeitarbeit.













