
Lauterbach kündigt Corona-Maßnahmen für Herbst an
n-tv
Den mahnenden Zeigefinger erhebt Gesundheitsminister Lauterbach nicht zu Unrecht. Seit Wochen sind die Infektionszahlen in Deutschland auf einem konstant hohen Niveau. Entsprechend sollen für den Herbst neue Corona-Maßnahmen eingeleitet werden.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach warnt vor einer "katastrophalen" Corona-Entwicklung, sollten vor dem Herbst keine tauglichen Maßnahmen im Kampf gegen das Virus beschlossen werden. "Wenn wir so wie jetzt in den Herbst hineingingen, also ohne weitere Schutzmaßnahmen, ohne Masken, ohne alles, dann würde das bedeuten, dass die Fallzahlen stark steigen würden, aber auch die Intensivstationen überlastet würden", sagte der SPD-Politiker bei einem Besuch in Washington. Gleichzeitig würde dann auch Personal in den Kliniken ausfallen. "Das ist wie eine Kerze, die an beiden Enden brennt", so Lauterbach. Unten brenne das Personal weg und oben die Patienten.
Lauterbach betonte: "Wir brauchen Maßnahmen, das ist klar. Aber das ist auch nicht strittig, wir werden vorbereitet sein." Auf mögliche Maßnahmen wollte er nicht eingehen, es gebe vertrauliche Verhandlungen etwa mit dem FDP-geführten Justizministerium. Die aktuellen Maßnahmen liefen zum 23. September aus, bis dahin werde die Regierung neue beschlossen haben, sagte Lauterbach. Mit Blick auf die zweite Auffrischungsimpfung warnte er: "Die Älteren können nicht das Risiko eingehen, auf einen angepassten Impfstoff zu warten, der dann irgendwann im September oder Oktober kommt, bei den hohen Fallzahlen, die wir jetzt haben."
