
Kraniche kehren in den Nordosten zurück
n-tv
Unzählige Kraniche landen wieder im Nordosten – doch wie sehr wirkt sich die dramatische Vogelgrippe-Welle vom letzten Herbst auf den Bestand aus? Antworten sollen Beobachtungen liefern.
Unzählige Kraniche landen wieder im Nordosten – doch wie sehr wirkt sich die dramatische Vogelgrippe-Welle vom letzten Herbst auf den Bestand aus? Antworten sollen Beobachtungen liefern.
Altenpleen/Prora (dpa/mv) - Tagelang hat das örtliche Kranich-Paar die Fütterungsfläche gegen Neuankömmlinge verteidigt. Doch nun sind es zu viele Kraniche, die aus ihren Winterquartieren an den Günzer See (Vorpommern-Rügen) zurückkehren. Das berichtete Günter Nowald, Leiter der dortigen Beobachtungsstation Kranorama. Die Vögel kennen demnach die Fütterungsfläche. "Entsprechend werden es dann auch jetzt in den nächsten Tagen hier immer mehr." Die Kranich-Rastzeit in Vorpommern gehe nun richtig los.
Bereits am vergangenen Wochenende hielten sich laut Nowald große Kranichgruppen auf Feldern und Wiesen auf, etwa an der Elbe bis Lüchow-Dannenberg und weiter bei Ludwigslust, Schwerin und Wismar. "Und die rücken jetzt alle nach, so dass wir an der vorpommerschen Küste demnächst ganz, ganz große Kranichverbände haben", erklärte Nowald, der auch Geschäftsführer der Gesellschaft Kranichschutz Deutschland ist. "Dann sind wieder Tausende hier."
Auch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt meldete jüngst die Rückkehr von Kranichen auf die DBU-Naturerbefläche Prora auf Rügen.
Erstmals hatte im vergangenen Herbst die Vogelgrippe auf dem westeuropäischen Zugweg nachweislich für massenhafte Infektionen bei Kranichen gesorgt. "Es sind bestimmt 40.000 Kraniche in Europa im letzten Jahr verstorben", sagte Nowald. "Die Dunkelziffer kennen wir ja gar nicht."













