
Heusgen: Langfristig sieht es nicht gut aus für Putin
n-tv
Immer wieder wird über Gebietsabtretungen der Ukraine an Russland spekuliert. Der ehemalige Kanzlerberater Heusgen hält mögliche Zugeständnisse an Putin für voreilig. Zudem verrät er, wie er den Kremlchef bei zahlreichen Treffen wahrgenommen hat.
Christoph Heusgen, der frühere außen- und sicherheitspolitische Berater von Altkanzlerin Angela Merkel, warnt vor voreiligen Zugeständnissen an Wladimir Putin. Im Gespräch mit dem "Stern" sagt Heusgen: "Nato-Generalsekretär Rutte hat zuletzt von Gebietsabtretungen gesprochen. Das wird viel zu leichtfertig ins Spiel gebracht."
Heusgen verwies auf das Minsker Abkommen, das er einst mitverhandelt hatte. "Im Minsk-Abkommen war keine Abtretung von Gebieten vorgesehen, sondern lediglich eine Autonomie für die besetzten Gebiete. Rutte will Trump nicht verlieren und versucht, ihm entgegenzukommen. Es wäre aber ein Fehler, Putin vor Verhandlungsbeginn bereits Gebietsabtretungen zuzugestehen."
