
Grüne stellen Verfahren gegen Gelbhaar ein
n-tv
Sechs Monate arbeitet eine Kommission an der Aufarbeitung des Falles Stefan Gelbhaar. Ohne Erfolg. Die Grünen beenden das Verfahren und veröffentlichen einen Bericht. Fazit: Es wurden Fehler gemacht - und es braucht neue Strukturen.
Es ist und bleibt ein vertrackter Fall für die Grünen. Die Partei hat die Aufarbeitung der mutmaßlichen MeToo-Affäre um ihren ehemaligen Bundestagsabgeordneten Stefan Gelbhaar abgeschlossen - mit dem Ergebnis, dass das Ombudsverfahren nicht fortgesetzt wird, und dem Eingeständnis, dass es keine endgültige Klärung in der Sache geben kann. Das ergibt sich aus einem Bericht der von der Partei eingesetzten Kommission, die die Vorfälle untersuchen sollte, und einer begleitenden Einordnung des Parteivorstands. Beide Dokumente, die die Grünen am Donnerstag veröffentlichen wollen, lagen dem "Stern" vorab vor.
Die Grünen räumen darin Fehler ein. Ein Ombudsverfahren habe nie den Anspruch erfüllen können, eine finale Einordnung der Meldungen und ihres Wahrheitsgehaltes vorzunehmen, heißt es in dem Bericht des Bundesvorstands. "Dieser unerfüllbaren Erwartung an das Ombudsverfahren hätten wir frühzeitiger und klarer entgegentreten müssen und die Grenzen des bestehenden Verfahrens zur Lösung des Konflikts in dieser Situation erkennen müssen."
