
Forscher suchen resistente Weizensorten gegen Virus
n-tv
Große Sorgen in der Landwirtschaft: Der Klimawandel bereitet neuen Schädlingen den Weg. Ernten sind in Gefahr. Wissenschaftler aus Quedlinburg wollen helfen - aber der Weg ist lang.
Quedlinburg (dpa/sa) - Zikaden bereiten den Landwirten derzeit erhebliche Sorgen. Die Schadinsekten übertragen Krankheiten und verursachen so Ertragsverluste. Forscherinnen und Forscher des Julius Kühn-Instituts in Quedlinburg wollen dazu beitragen, dass gezielt neue, resistente Sorten gezüchtet werden können. Besonders im Blick haben sie derzeit den Weizen.
In einem geschützten Zelt-Tunnel ernteten sie dafür derzeit Weizenpflanzen. Diese untersuchen die Züchtungsforscher gemeinsam mit Partnern aus Frankreich auf die gewünschte Resistenz gegenüber dem sogenannten Weizenverzwergungsvirus. Das kann durch bestimmte Zikadenarten übertragen werden und sorgt dafür, dass die Pflanzen klein bleiben und letztlich keinen Ertrag bringen.
In Quedlinburg halten die Forscherinnen und Forscher unter anderem Zwergzikaden für die Infektionsversuche an den jungen Weizenpflanzen. Das ist ihren Angaben zufolge notwendig, um die Versuche überhaupt durchführen zu können.
