
Fit für den Krieg?
Frankfurter Rundschau
Der Resilienz-Diskurs hat sich radikal gewandelt. Was einst Selbstoptimierung versprach, dient heute der militärischen Aufrüstung Deutschlands.
Resilienz galt im letzten Jahrzehnt als Wundermittel zum Umgang mit allen möglichen Arten von Krisen. Die jüngste Zäsur des Resilienz-Diskurses vollzog sich im Zuge der im Februar 2022 ausgerufenen „Zeitenwende“. Vier Jahre nach dem russischen Überfall auf die Ukraine ist „Resilienz“ in vielerlei Munde – jedoch weniger als therapeutisches Paradigma, denn als diskursives Rüstzeug für die deutsche Kriegstüchtigkeit. Um diese Verschiebung zu verstehen, lohnt ein Blick zurück.
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