
Fünf iranische Fußballerinnen flüchten aus Angst zur Polizei
n-tv
Um Irans Fußballerinnen gibt es nach dem Aus beim Asien-Cup große Sorgen. Weil sie beim ersten Spiel das Singen der Nationalhymne verweigtert hatten. Fünf von ihnen flüchten nun offenbar zur Polizei.
Um Irans Fußballerinnen gibt es nach dem Aus beim Asien-Cup große Sorgen. Weil sie beim ersten Spiel das Singen der Nationalhymne verweigtert hatten. Fünf von ihnen flüchten nun offenbar zur Polizei.
Fünf Spielerinnen der iranischen Fußball-Nationalmannschaft haben sich nach dem Aus bei der Asienmeisterschaft offenbar aus Angst vor Repressalien von ihrem Team abgesetzt. Das Quintett habe das Mannschaftshotel in Australien verlassen und Schutz bei der Polizei gesucht, berichtet der TV-Sender CNN. Nach dem Vorrunden-Aus hatte es große Sorgen um die Nationalspielerinnen gegeben. Weil die Mannschaft beim ersten Vorrundenspiel gegen Südkorea (0:3) auf das Singen der Nationalhymne verzichtet hatte, befürchteten Menschenrechtsgruppen nach der Rückkehr in die Heimat Repressalien.
Der Verzicht auf die Hymne war als offener Protest gegen die Führung gewertet worden, ein Kommentator bezeichnete die Spielerinnen im Staatsfernsehen als "Kriegsverräterinnen" und forderte Konsequenzen. Vor den Spielen gegen Australien (0:4) und die Philippinen (0:2) hatten die Spielerinnen dann wieder die Hymne gesungen und dabei salutiert. Ob zuvor Druck ausgeübt worden war, blieb unklar.
Sorgen gibt es dennoch, die Rufe nach Unterstützung werden lauter. Nach Politikern, Menschenrechtsaktivisten und der "Harry Potter"-Autorin J.K. Rowling setzte sich zuletzt auch Reza Pahlavi, der älteste Sohn des ehemaligen Schahs, für das Team ein. Er rief Australiens Regierung zum Schutz auf. Pahlavi forderte, "für ihre Sicherheit zu sorgen und ihnen jegliche benötigte Unterstützung zu gewähren". Der Sohn des letzten Schahs positioniert sich aus dem Exil heraus seit Jahren als möglicher Anführer eines demokratischen Übergangs in Iran.
Am Nachmittag mischte sich auch US-Präsident Donald Trump ein: Er forderte Australien öffentlich auf, den Spielerinnen Asyl zu gewähren. Das Team solle nicht in die Heimat zurückgeschickt werden, so Trump, dort drohe den Spielerinnen "sehr wahrscheinlich" der Tod. Trump kritisierte auf seinem Netzwerk Truth Social die Regierung in Canberra scharf und sprach von einem "schrecklichen humanitären Fehler". Der US-Präsident wandte sich direkt an den australischen Premierminister Anthony Albanese: "Die Vereinigten Staaten werden sie aufnehmen, wenn Sie es nicht tun", schrieb er.

Für beide Bundesliga-Aufsteiger geht es um den Klassenerhalt: Der Hamburger SV und der 1. FC Köln liefern sich ein umkämpftes Kellerduell. Beide Teams brauchen dringend Punkte, treffen aber nur jeweils einmal das Tor. Für die Hanseaten übernimmt das Fabio Vieira sehenswert, anschließend antwortet Said El Mala mit Wucht.












