
Eigener Verband widerlegt Infantinos großspurige Ansage
n-tv
Alle Spiele der Fußball-WM seien ausverkauft, behauptet FIFA-Präsident Gianni Infantino. Hat er geflunkert? Denn nun bietet der Weltverband aus dem Nichts wieder Tickets für viele WM-Partien an. Ein Medienbericht klärt auf.
Alle Spiele der Fußball-WM seien ausverkauft, behauptet FIFA-Präsident Gianni Infantino. Hat er geflunkert? Denn nun bietet der Weltverband aus dem Nichts wieder Tickets für viele WM-Partien an. Ein Medienbericht klärt auf.
FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte sich weit aus dem Fenster gelehnt. Zu weit sogar, wie jetzt deutlich wird. Vor einer Woche hatte der Boss des Fußball-Weltverbandes erklärt, es seien insgesamt 508 Millionen Anfragen für WM-Karten eingegangen und "jedes" Spiel der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada im Sommer sei "bereits ausverkauft". Doch nun sorgt ein Medienbericht für Aufsehen, der belegt, dass die 104 WM-Partien doch nicht allesamt ausverkauft sind.
Wie "The Athletic/New York Times" berichten, sollen seit vergangenem Mittwoch für mindestens 64 Partien noch oder wieder Eintrittskarten erhältlich sein. Demnach startete die FIFA nur sechs Tage nach Infantinos Ausverkauft-Ansage aus heiterem Himmel eine erneute Initiative zum Verkauf von WM-Tickets. Sie verschickte E-Mails an Fans, in denen sie für eine "exklusive zusätzliche Kaufmöglichkeit" warb und darauf hinwies, dass "die Verfügbarkeit äußerst begrenzt" sei.
Mit Bezug auf Experten schreibt "The Athletic", dass der unerwartete Verkauf "der bislang deutlichste Beweis dafür ist, dass die FIFA die Nachfrage nach einigen WM-Spielen möglicherweise überschätzt hat". Und dass der Weltverband durch enorm hohe Preise keine große Nachfrage für etliche Spiele hat aufkommen lassen.
Der Run auf die WM-Tickets sei zwar groß, so der Bericht, aber eben hauptsächlich auf Karten für Partien von Argentinien, England oder Mexiko, deren Gruppenspiele allesamt ausverkauft sind. Für Brasilien, Kolumbien, Kanada, die USA, Schottland, Marokko und Frankreich sind mindestens zwei von drei Gruppenspielen nicht mehr verfügbar. Zu den Partien der DFB-Elf trifft der Bericht keine Aussagen.













