
Antonio Rüdiger hätte Diego Rico "den Kiefer brechen können"
n-tv
Erstmals seit sechs Jahren verliert Real Madrid wieder zwei Ligaspiele in Folge. Im Titelkampf bedeutet die Pleite gegen Getafe einen herben Rückschlag. Der Trainer gibt sich kämpferisch, Antonio Rüdiger hat Glück.
Erstmals seit sechs Jahren verliert Real Madrid wieder zwei Ligaspiele in Folge. Im Titelkampf bedeutet die Pleite gegen Getafe einen herben Rückschlag. Der Trainer gibt sich kämpferisch, Antonio Rüdiger hat Glück.
Der Abend hätte für Real Madrid früh noch viel schlimmer laufen können. Dabei stand am Ende schon die "nächste Katastrophe" in Bernabeu, wie die Zeitung "Marca" schrieb. Die Königlichen hatten ihr Heimspiel gegen den Tabellen-Elften FC Getafe verloren. Mit 0:1, nach einem traumhaften Treffer von Martin Satriano (39.). Der Frust der Madrilenen hatte sich ins Unermessliche gesteigert. Und entlud sich in der Nachspielzeit. Franco Mastantuono sah wegen Schiedsrichter-Beleidigung die Rote Karte (90.+5).
"Das sind Dinge, die nicht passieren dürfen. Was Mastantuono dem Schiedsrichter genau gesagt hat, weiß ich nicht. Es wird aber nicht grundlos gewesen sein", urteilte Trainer Alvaro Arbeloa. Es blieb nicht der letzte Aufreger im Spiel. In der 97. Minute musste auch Getafe-Profi Liso mit Gelb-Rot vom Platz. Er hatte den Ball weggeschlagen.
Nach Ansicht einiger Experten hätte es indes schon viel früher einen Platzverweis für Real geben sollen. Vielleicht sogar geben müssen. Für den deutschen Innenverteidiger Antonio Rüdiger. Dessen Knie war nach 27 Minuten hart im Gesicht des bereits am Boden liegenden Diego Rico gelandet. Der Linksverteidiger wälzte sich und schrie vor Schmerzen. Die Szene blieb ohne Folgen für Rüdiger. Sie wurde offenbar als unabsichtlich eingestuft. Was für reichlich Diskussionen in den spanischen Medien sorgte.
Der ehemalige Top-Schiedsrichter Alfonso Pérez Burrull befand in der Sendung Marcador auf Radio Marca: "Das ist eine Aktion, die vom VAR hätte überprüft werden sollen, denn meiner Ansicht nach hätte Rüdiger vom Platz gestellt werden müssen, weil er Ricos Gesicht mit dem Knie getroffen hat." Dani Garrido, Journalist bei "Cadena Ser" schrieb: "Rüdiger hätte Rico an Ort und Stelle den Kiefer brechen können." Auch er verstand nicht, wieso die Aktion keine Folgen hatte. Die "Mundo Deportivo" sah keine rotwürdige Aktion, aber eine, die sanktioniert hätte werden müssen: "So kam er mit einer Aktion davon, die eine Gelbe Karte verdient hätte."













