
Borussia Dortmund crasht aus der Wohlfühloase in die Bedeutungslosigkeit
n-tv
Vor einer Woche war die Welt in Dortmund noch in Ordnung. Doch die Niederlagen in Bergamo und gegen die Bayern hinterlassen tiefe Spuren. Nun geht es sportlich in den nächsten Wochen allein um die Qualifikation für die Champions League. Doch hinter den Kulissen rumort es.
Vor einer Woche war die Welt in Dortmund noch in Ordnung. Doch die Niederlagen in Bergamo und gegen die Bayern hinterlassen tiefe Spuren. Nun geht es sportlich in den nächsten Wochen allein um die Qualifikation für die Champions League. Doch hinter den Kulissen rumort es.
"Die Stärke von Borussia Dortmund war immer, geschlossen zu sein, in eine Richtung zu operieren. Das machen wir momentan ganz gut. Und dann merkt man auch, dass man mit Erfolg belohnt wird." Das sind die Worte von Carsten Cramer, der seit November 2025 Sprecher der Geschäftsführung von Borussia Dortmund ist und auch die Vereinsleitung in der Nachfolge von Hans-Joachim Watzke übernahm. Diese Worte sind nur etwas mehr als eine Woche alt. Eine Woche jedoch, die es für den BVB in sich hatte.
Das Aus in Bergamo in der Champions League und die Verabschiedung nach der Niederlage gegen die Bayern aus dem Titelrennen haben tiefe Spuren und offene Wunden beim BVB hinterlassen. Nun geht es nur darum, den ordentlichen Vorsprung im Kampf um die Champions-League-Plätze zu verteidigen, um die Saison nicht komplett zu crashen. Doch die große Frage wird sein: Wird dieses Ziel allein reichen, um die Spannung in den nächsten Wochen und Monaten aufrechtzuerhalten? Vor allem vor dem Hintergrund, dass in der nächsten Zeit wichtige Personalentscheidungen bei der Borussia anstehen. Auf Spielerebene, aber auch in der Führung des Vereins.
Nach den sportlichen Tiefschlägen ist es kein Wunder, dass es bereits erste Stimmen in Dortmund gibt, die sogar ein großes Bosse-Beben erwarten. Denn man wird sehen müssen, wer von den Führungskräften um Lars Ricken, Sebastian Kehl und Carsten Cramer in den nächsten Wochen übrig bleiben wird. Vor einer Woche hatte der BVB-Geschäftsführer noch gesagt: "Wir haben weiter richtig Lust, den BVB zu gestalten. Von daher haben wir weiter die Hoffnung, den Wunsch, den Traum, das gemeinsam machen zu können."
Und an dieser Stelle tritt ein Mann wieder ins Rampenlicht, der erst im Herbst aus der Führung ausgeschieden war und dann zum Präsidenten des Klubs gewählt wurde: Aki Watzke. Als Vorsitzender des Präsidialausschusses ist Watzke als e.V.-Chef nun maßgeblich daran beteiligt, wie die 2027 auslaufenden Verträge von Cramer und Ricken behandelt werden. Cramer selbst meinte dazu vor knapp einer Woche: "Wir werden uns sicherlich bald zusammensetzen und den Präsidialausschuss um Vertrauen bitten. In der Hoffnung, dass es dann für uns alle weitergeht."













