
Drei AfD-Abgeordnete wollen zur Putin-Wahl reisen
n-tv
Mitte März möchte sich Kremlchef Putin im Amt bestätigen lassen. Doch internationale Beobachter sind bei der Präsidentschaftswahl nicht erlaubt. Drei AfD-Landtagsabgeordnete beabsichtigen laut einem Bericht, dennoch hinzureisen. In der Partei sorgt das für Kritik.
Drei bayerische AfD-Landtagsabgeordnete wollen einem Bericht zufolge zu den anstehenden Präsidentschaftswahlen nach Russland reisen. Wie der "Bayerische Rundfunk" berichtet, wollen Andreas Jurca, Elena Roon und Ulrich Singer dort als Wahlbeobachter tätig sein. "Wir bewerten die Organisation und den Ablauf der Wahlen in der Russischen Föderation", teilten sie dem BR mit.
Kremlchef Wladimir Putin will sich am 17. März für weitere sechs Jahre als Präsident bestätigen lassen. Ernsthafte Gegenkandidaten gibt es nicht, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ist als internationale Beobachterin nicht eingeladen. Zuletzt äußerte die unabhängige russische Wahlbeobachterorganisation Golos Befürchtungen, dass Wählerinnen und Wähler unter Druck gesetzt würden.
Die drei AfD-Landtagsabgeordneten führten gegenüber dem "Bayerischen Rundfunk" weiter aus, sie wollten überprüfen, "ob die Wahllokale barrierefrei erreichbar sind, ob Leseschablonen für Blinde in den Wahllokalen zur Verfügung stehen, ob Bürger oder lokale Wahlbeobachter Beschwerden an uns herantragen und so weiter". Vorrangig gehe es aber darum, "die von der Parteilinie unterstützten Forderungen nach einem diplomatischen Dialog umzusetzen", heißt es.
