
Die Wut des FC Bayern kaschiert überraschende Schwächen
n-tv
Was ist da los? Der FC Bayern gewinnt schon wieder nicht. Aus den zwei Liga-Spielen gegen Augsburg und den HSV holen sie nur einen Punkt. Während Schiedsrichter Osmers in den Senkel gestellt wird, offenbaren sich andere Probleme beim Rekordmeister.
Was ist da los? Der FC Bayern gewinnt schon wieder nicht. Aus den zwei Liga-Spielen gegen Augsburg und den HSV holen sie nur einen Punkt. Während Schiedsrichter Osmers in den Senkel gestellt wird, offenbaren sich andere Probleme beim Rekordmeister.
So hatte die Bundesliga Vincent Kompany noch nie erlebt. Immer wieder tauchte er dick in seiner Jacke verpackt wutentbrannt am Spielfeldrand auf. Er haderte mit den Entscheidungen des Schiedsrichters Harm Osmers, er haderte mit dem, was auf der Uhr stand. Seine Wut war ein Stellvertreter für seine eigene Machtlosigkeit. Auf dem Platz rannte der FC Bayern gegen das zweite sieglose Bundesliga-Spiel in Folge auf. Vergebens.
"Wenn es 16 Minuten additional time gibt, dann ist was passiert im Spiel", sagte er über die aufaddierten Nachspielzeiten der beiden Halbzeiten. "Ich habe in 18 Monaten noch nicht über den Schiedsrichter geredet, aber wenn es 16 Minuten additional time gibt, dann schon. Nicht nur die 22 Spieler auf dem Platz beeinflussen das Spiel, es gibt noch andere Leute auch."
Dann schimpfte er über eine Gelbe Karte für Harry Kane, immer wieder relativierte er, lobte den HSV und sprach von einem "guten Spiel für die Bundesliga", doch das, was seiner Mannschaft widerfahren war, wollte er nicht so stehen lassen. "Die Nachspielzeit war ein Teil dieses Spiel. Ich hatte Emotionen in diesem Spiel. Ich hatte das Gefühl, das deutliche Situationen kompliziert gemacht worden sind." Der Eisblock Kompany, der coolste Trainer der Liga, war da längst vor den Augen der Fußball-Nation geschmolzen.
Ecke um Ecke prasselte in der bald zehn Minuten dauernden Nachspielzeit der zweiten Halbzeit auf HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes ein. Der bekam immer wieder eine Faust an den Ball und das anschließende Getümel im Strafraum war vergebens. Der Aufsteiger schmiss sich mit allem, was er hatte, in die Schüsse, wehrte sie ab, erkämpfte sich entscheidende Vorteile und bereinigte die Gefahr. Dabei provozierten die Hamburger eine Härte, die der Tabellenführer nicht aufnehmen konnte. Das Spiel endete 2:2 (1:1).

Für beide Bundesliga-Aufsteiger geht es um den Klassenerhalt: Der Hamburger SV und der 1. FC Köln liefern sich ein umkämpftes Kellerduell. Beide Teams brauchen dringend Punkte, treffen aber nur jeweils einmal das Tor. Für die Hanseaten übernimmt das Fabio Vieira sehenswert, anschließend antwortet Said El Mala mit Wucht.












