
DFB-Torhüterin: "Grenzwertige Zustände" im Fußball der Frauen
n-tv
Fußball-Nationaltorhüterin Merle Frohms glaubt nicht, dass Spielerinnen das gleiche Gehalt wie ihre Profikollegen bekommen werden. Der Frauenfußball soll dem Männerfußball bloß nicht nacheifern. Dazu prangert die Wolfsburgerin teilweise grenzwertige Zustände an.
Nationaltorhüterin Merle Frohms hält die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern im Profifußball für "utopisch". "Ich weiß nicht, ob wir das wirklich hinkommen sollten", sagte die 29-Jährige von Pokalsieger VfL Wolfsburg den Zeitungen der Funke-Mediengruppe anlässlich des Weltfrauentages."Wir bringen ganz viele Dinge mit, die im Männerfußball oft als fehlend bemängelt werden: was Fannähe angeht, was Vorbilder angeht." Sie glaube nicht, dass der Frauenfußball gut beraten sei, "allem nachzustreben, was der Männerfußball erreicht hat".
Unabhängig davon müsse sich aber etwas tun und etwas entwickeln im Frauenfußball, forderte die EM-Zweite von 2022. "Man muss für die Spielerin beste Bedingungen schaffen: ein gutes Trainingsgelände, gute medizinische Versorgung", sagte sie. Natürlich müsse es finanziell jeder Bundesligaspielerin auch möglich sein, mit dem Gehalt ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.
"Und innerhalb der Liga muss es spannend sein, dass man nicht nur drei Topklubs hat, die um die Meisterschaft spielen, sondern dass jeder Spieltag spannend ist, es keine sicheren Punkte gibt", sagte Frohms weiter, die sich mit dem VfL Wolfsburg schon seit Jahren vor allem mit dem FC Bayern München Titelduelle liefert.
