
Deutschland schottet sich ab, aber die Mutation ist schon in der Welt
Die Welt
Die Entdeckung der neuen Corona-Variante trifft Europa mitten in der vierten Welle. In Südafrika laufen Forschungen auf Hochtouren, Experten gehen von hoher Ansteckungsgefahr aus. Berlin verhängt strenge Einreisesperren – aber die kommen laut einem Experten wohl zu spät.
Zum zweiten Mal binnen eines Jahres schottet sich Europa von Südafrika ab. Erst am Donnerstag hatte Südafrikas Gesundheitsminister Joe Phaahla die Entdeckung einer neuen Corona-Variante bekannt gegeben, die bisher als B.1.1.529 bekannt ist. Sie hat mit 32 eine enorm hohe Zahl von Mutationen im Spike-Protein und ist – so vermuten südafrikanische Virologen – noch ansteckender als die Delta-Variante. Auch die Wirksamkeit von Impfstoffen ist womöglich geringer als bei anderen Varianten.
Am Freitag erklärte Deutschland Südafrika und wohl auch weitere Länder der Region zum Virusvariantengebiet. „Diese neu entdeckte Variante besorgt uns“, teilte der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter mit, „daher handeln wir hier proaktiv und frühzeitig. Das Letzte, was uns jetzt noch fehlt, ist eine eingeschleppte neue Variante, die noch mehr Probleme macht.“













