
Der rätselhaft-plötzliche Tod der Sprintkönigin
n-tv
Im Jahr vor Olympia ist Florence Griffith-Joyner noch eine von vielen, dann dominiert sie 1988 den Sprint der Frauen. Kurz danach hört sie auf, die Dopingvorwürfe bleiben. Auch, weil sie heute vor 23 Jahren unerwartet verstirbt. Was neue Debatten eröffnet.
Am Morgen des 21. September 1998 wachte Florence Griffith-Joyner, gerade einmal 38 Jahre alt, schnellste Frau der Geschichte, nicht mehr auf. Ihr Mann fand die Leichtathletik-Ikone, die aus einem ärmeren Viertel in Los Angeles nach ganz oben gesprintet war, leblos in ihrem Bett. Griffith-Joyner, von allen nur FloJo genannt, war im Schlaf nach einem epileptischen Anfall, ausgelöst durch eine angeborene Anomalie im Gehirn, erstickt. So lautet die offizielle Version. Nur zehn Jahre nach ihrem großen Olympia-Triumph von Seoul. Ein Schock für die Sportwelt. Und viele fragten sich: Starb das Glamour-Girl nicht etwa an den Spätfolgen ihres mutmaßlichen Steroid-Konsums?
Griffith-Joyner wurde nie positiv getestet, aber stets rankten sich Doping-Gerüchte um die Diva der Tartanbahn, zu märchenhaft schien ihre Karriere. Ihre 10,49 Sekunden über 100 Meter und 21,34 Sekunden über 200 Meter sind immer noch Weltrekord, 1988 holte sie dreimal Olympia-Gold, mit ihren langen Haaren, den bunten Fingernägeln und schrillen Rennanzügen stieg sie zu einem Superstar mit etlichen Werbeverträgen auf. Doch ihre aufregenden Outfits sollten wohl auch ein bisschen von ihren unglaublichen Muskelbergen ablenken.
