
David Shulman gibt Zeugnis über die Räumung von Ras al-Ain
Frankfurter Rundschau
Die Kulturwissenschaftlerin veröffentlicht den Bericht eines Freundes aus dem Westjordanland. Er dokumentiert die Vertreibung palästinensischer Familien.
Wer zeugt für den Zeugen? Der Januar ist die Jahreszeit der Holocaust-Zeugen und ihres Zeugnisses. Am 28. Januar 2026 war es Tova Friedman, die in der Gedenkstunde des Bundestags in Berlin ihre Geschichte erzählt hat. Dieses Zeugnis war außergewöhnlich: Sie beschrieb ihre lebhaften Erinnerungen an Auschwitz aus der Perspektive eines fünfeinhalbjährigen Kindes. Die Gefühle, Ängste, Schrecken und vor allem die Überlebens-Lehren ihrer Eltern, die ihr beibrachten, wie man als jüdisches Kind möglichst unsichtbar bleibt. Nach diesem Bericht vibrierte der ganze Saal mit einem nicht mehr enden wollenden Beifall. Er galt ihrer tief beeindruckenden Botschaft, die bei allen angekommen war, und er galt auch den allerletzten Zeugen des Holocaust, die den Deutschen und der Menschheit noch so lebhaft und eindringlich ins Gewissen reden können.













