
Crans-Montana: Das große Unglück
Frankfurter Rundschau
Die Katastrophe in Crans-Montana wirft philosophische Fragen auf. Von der Antike bis heute sucht der Mensch nach Antworten.
Die Heftigkeit des Ereignisses entzieht sich noch immer dem Begreifen. Was in der Neujahrsnacht in den Schweizer Bergen, in einem beliebten Skiort, geschehen ist, übersteigt das Maß dessen, was sich gedanklich einholen lässt. Wir können es nicht verstehen. Zahlen der Toten und Verletzten kursieren, erste Hypothesen zu Ursachen werden formuliert, gewiss. Und doch bleibt das Entscheidende leer: jede Vorstellung von dem Grauen, das in Crans-Montana aus dem Nichts heraus in Sekunden über die Betroffenen hereingebrochen ist, dass ein banales Faktum, wie Kerzen in Champagnerflaschen, ein solches Grauen zur Folge haben konnte.













