
Bundestag segnet Finanzierung von Neun-Euro-Ticket ab
n-tv
Mit dem Neun-Euro-Ticket sollen Bürgerinnen und Bürger von Juni bis August bundesweit den Nahverkehr nutzen können. Die Finanzierung im Bundestag steht bereits, doch die letzte Hürde im Bundesrat ist noch nicht genommen.
Der Bundestag hat den Weg zur Finanzierung des ab Juni geplanten bundesweiten Neun-Euro-Ticket freigemacht. Das Parlament stimmte mit den Stimmen der Ampelkoalition und auch der Linken für das sogenannte Regionalisierungsgesetz, mit dem der Bund die erwarteten Einnahmeausfälle der Bundesländer von 2,5 Milliarden Euro trägt.
Das Neun-Euro-Monatsticket soll für ein Vierteljahr und im gesamten Nahverkehr gelten - also auch in allen öffentlichen Verkehrsmitteln abgesehen von Fernzügen etwa der Deutschen Bahn oder von Flixtrain. Die Bundesländer müssen zusammen mit Verkehrsverbünden und Unternehmen das Vorhaben umsetzen. Sie hatten weitere 1,5 Milliarden Euro angesichts gestiegener Energie- und Personalkosten gefordert, konnten sich aber nicht durchsetzen.
Die Länder wollen aber das Finanzierungsgesetz nun dennoch am Freitag im Bundesrat passieren lassen und das Ticket ab Juni einführen. Bundesverkehrsminister Volker Wissing sprach von einer Riesenchance. "Unser Neun-Euro-Ticket ist bereits jetzt ein Erfolg. Ganz Deutschland spricht vom öffentlichen Personennahverkehr", sagte der FDP-Politiker. Und auch das Ausland sehe das Projekt mit großem Interesse.













