
Bisher gut 730.000 Euro Beihilfen wegen Blauzungenkrankheit
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Im Sommer erreicht die Seuche Blauzungenkrankheit Sachsen-Anhalt. Sie ist vor allem für Schafe und Rinder gefährlich. Tierhalter haben Impfzuschüsse erhalten - bisher eine hohe sechsstellige Summe.
Magdeburg/Halle (dpa/sa) - Hunderte Halter von Schafen und Rindern in Sachsen-Anhalt haben seit Sommer für die Impfung ihrer Tiere gegen die gefährliche Blauzungenkrankheit Zuschüsse bekommen. Knapp 500 Anträge von Schafhaltern sind bisher bei der zuständigen Tierseuchenkasse (TSK) eingegangen, 417 wurden positiv beschieden, wie das Agrarministerium in Magdeburg auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die Blauzungenkrankheit ist eine anzeigepflichtigen Tierseuche, die tödlich enden kann.
Die TSK gewährt demnach auf Antrag Beihilfen für die Impfungen von Rindern und Schafen gegen die Viruserkrankung. Das Ministerium erstattet der TSK eigenen Angaben zufolge die gezahlten Beihilfen für die Impfung von Schafen - bisher mehr als 430.000 Euro. Für Rinder weist das Ministerium aktuell knapp 300 bewilligte Anträge und eine Auszahlungssumme von rund 300.000 Euro aus. Hier könnten momentan keine detaillierteren Angaben gemacht werden, hieß es.
Nach Informationen des in Halle ansässigen Landesschafzuchtverbandes werden pro geimpftes Schaf bis zu 8,35 Euro pro Jahr erstattet. Rund 89.000 Schafe werden landesweit aktuell gehalten, wie es hieß.
