
Biden fliegt Unterstützung für Israel um die Ohren
n-tv
Die USA stehen an der Seite Israels, so war es immer und so ist es auch diesmal. Doch bei den Demokraten regt sich an allen Ecken und Enden Widerstand, von Unmut bis offizielle Beschwerden. Sogar die Unterstützung für Präsident Biden schwindet.
Am 7. Oktober greift die radikalislamische Hamas mit brutalsten Methoden israelische Siedlungen und Städte an. 1400 Menschen sterben, mehr als 200 weitere werden entführt. US-Präsident Joe Biden reagiert umgehend, verspricht Israel die "felsenfeste und standhafte" Unterstützung der USA. Inzwischen sind über 5000 Menschen tot, im Gazastreifen herrscht eine humanitäre Krise. Der dortige israelische Bodeneinsatz wird weitere Opfer nach sich ziehen.
Jetzt zeichnet sich deutlich ab, dass den US-Präsidenten die bedingungslose Unterstützung Israels einige in der eigenen Partei kostet. Die Zustimmung für den Demokraten ist im Oktober auf einen Tiefstwert von 37 Prozent gefallen, schreiben die Meinungsforscher von Gallup. Im April war dies schon einmal geschehen, aber diesmal ist der Absturz alarmierend: Bei seinen eigenen Wählern verlor Biden 11 Prozent, nur noch 75 Prozent sind mit seiner Amtsführung einverstanden; deutlich unter dem Schnitt von 86 Prozent seiner bisherigen Amtszeit.
Die Meinungsforscher gehen von einem direkten Zusammenhang mit der Terrorattacke der Hamas sowie den Reaktionen Israels und der USA darauf aus. Auch junge Wähler und Progressive kritisieren die offenbar bedingungslose Unterstützung Israels scharf. Sie waren mitentscheidend für den Wahlsieg der Demokraten 2020. Auch im Außenministerium regt sich Widerstand.
