
Bei Olympia fliegt die Angst vor der Plumpsschanze mit
n-tv
Die Skisprung-Schanzen fallen in der Generalprobe für die Olympischen Spiele durch: Gleich drei Athletinnen ziehen sich Kreuzbandrisse zu. Es werden leichte Anpassungen getätigt, vieles aber bleibt ungewiss. Das ärgert Trainer und Athleten.
Die Skisprung-Schanzen fallen in der Generalprobe für die Olympischen Spiele durch: Gleich drei Athletinnen ziehen sich Kreuzbandrisse zu. Es werden leichte Anpassungen getätigt, vieles aber bleibt ungewiss. Das ärgert Trainer und Athleten.
Wenn Heinz Kuttin an den missglückten Bau der Olympia-Schanzen denkt, schüttelt er nur mit dem Kopf. "Es ist traurig, dass es bei den ersten Olympischen Spielen in Mitteleuropa wieder passiert ist", sagt der Bundestrainer der Skispringerinnen, vor allem die schweren Verletzungen bei der Generalprobe nagen an ihm: "Das hat uns wirklich weh getan. Ich hoffe, dass es jetzt halbwegs gut über die Bühne geht".
Was Kuttin meint: Als die für Olympia umgebauten Schanzen im September eingeweiht wurden, zogen sich die Österreicherin Eva Pinkelnig, Kanadas Ex-Weltmeisterin Alexandria Loutitt und Japans Kombiniererin Haruka Kasai jeweils einen Kreuzbandriss zu - alle an nur einem Wochenende. Die Flugkurve war zu hoch, die Landung zu abrupt.
Der Weltverband FIS schritt ein und veranlasste umgehend Anpassungen an beiden Schanzen. Ob diese helfen, wird sich ab Donnerstag zeigen, dann stehen in Predazzo die ersten Trainings an. Bislang ist fast niemand auf den erneut umgebauten Schanzen gesprungen, die Olympia-Wettkämpfe werden also ein Flug ins Ungewisse. Und alle hoffen, dass nichts passiert. "Unsere Erfahrung zeigt aber: Alles, was man hinterher begradigt, ist Flickwerk", sagt Ex-Bundestrainer Werner Schuster.
Der Eurosport-Experte betont, dass die Architekten sich an alle Vorgaben gehalten hätten. Das Problem sei ein grundsätzliches: "Seit 10, 15 Jahren sind wir beim Schanzenbau nicht auf dem richtigen Weg. Die neuen Schanzen sind Plumpsschanzen. In Predazzo schießt es dich wie eine Kanonenkugel am Schanzentisch heraus, und irgendwann fällt die Kanonenkugel halt runter."

Für beide Bundesliga-Aufsteiger geht es um den Klassenerhalt: Der Hamburger SV und der 1. FC Köln liefern sich ein umkämpftes Kellerduell. Beide Teams brauchen dringend Punkte, treffen aber nur jeweils einmal das Tor. Für die Hanseaten übernimmt das Fabio Vieira sehenswert, anschließend antwortet Said El Mala mit Wucht.












