
Bauernverband fordert: Schutzstatus des Wolfes herabsetzen
n-tv
München (dpa/lby) - Landwirte in Bayern fürchten um ihre Weidetiere und fordern, den Schutz des Wolfes herabzusetzen. Am Samstag haben nach Angaben des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) rund 1500 Landwirte für einen besseren Schutz ihrer Weidetiere demonstriert. Bauernpräsident Walter Heidl sagte laut Mitteilung: "So kann und darf es nicht weitergehen. Sonst wird das Bimmeln von Kuhglocken schon bald verstummen, dann ist es vorbei mit der Weidehaltung, auch zum Beispiel in Nordbayern oder Norddeutschland."
Zwischen Naturschützern und Nutztierhaltern schwelt eine teils hitzig geführte Debatte um den Wolf. Das streng geschützte Tier breitet sich in Bayern seit einigen Jahren aus. Nach Angaben des Landesamtes für Umwelt (LfU) leben im Freistaat zurzeit zehn standorttreue Rudel beziehungsweise Einzeltiere. Zudem gibt es durchwandernde Tiere.
Heidl forderte die Herabsetzung des Schutzstatus' des Wolfes und ein Wolfsmanagement. Die Wolfspopulation wachse jährlich um 30 Prozent, so dass die Arterhaltungsprognose günstig sei. "Um die Weidehaltung zu schützen, muss sich die Politik jetzt vor die Bauernfamilien stellen, statt sich hinter Wolf, Bär und Co. zu verstecken!"

Der Politikwissenschaftler Thomas Biebricher rechnet damit, dass der Streit um die "Lifestyle-Teilzeit" auf dem CDU-Parteitag zumindest im Hintergrund eine Rolle spielen wird. Aktuell dominiere zwar der wirtschaftsliberale Flügel. "Aber natürlich gibt es in der CDU auch andere, die darauf hinweisen, dass die Union immer gut damit gefahren ist, sich dem Neoliberalismus nicht komplett auszuliefern."












