
Auf Hof in Pfinztal: Spaziergänger haben schon 23 Ziegen totgefüttert - in diesem Jahr!
RTL
Viele Menschen lieben es, Tiere zu füttern, besonders, wenn sie keine eigenes besitzen und nicht ständig in diesen Genuss kommen. Doch nicht immer tun...
Viele Menschen lieben es, Tiere zu füttern. Besonders, wenn sie kein eigenes besitzen und nicht ständig in diesen Genuss kommen. Doch nicht immer tun Tierfreunde Gutes damit, ganz im Gegenteil. Oft geben sie Futter, das die Tiere nicht vertragen – teilweise mit bösen Folgen. In Pfinztal bei Karlsruhe sind schon 23 Ziegen wegen falscher Fütterung gestorben. Sie finde bei ihren Ziegen häufiger Brot und andere Lebensmittel, die einfach über den Zaun geworfen würden, berichtet Ziegenbesitzerin Manuela Lingenfeser. "Leider auch verschimmeltes Brot, Gartenabfälle, faules Obst oder auch Grünschnitt." Das bekommt den Tieren nicht, oft bekommen sie Durchfall, magern ab. Im schlimmsten Fall sterben sie. Peter Höffken von der Tierschutzorganisation PETA kennt das Problem. "Tiere auf der Weide werden leider mit allem gefüttert, was Spaziergänger dabei haben für sich selber. Das sind oft verarbeitete Lebensmittel, Brot, Waffeln aber auch Süßigkeiten. Und oft wird auch Abfall verfüttert, also vergammeltes, verschimmeltes Obst und Gemüse", sagt er. Das verträgt dann nicht einmal der dem Volksmund nach so robuste Pferdemagen. Bei den Ziegen der Lingenfesers weisen jetzt Schilder darauf hin, dass die Tiere nicht gefüttert werden sollen. Außerdem wollen sie Kameras installieren, um Fütterer abzuschrecken. Ob das reicht, ist fraglich. Notfalls müssen die Gehege so umgebaut werden, dass es gar nicht mehr möglich ist, die Ziegen von außen einfach so zu füttern, sagt Höffken. (uvo)
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