
Atrin Madani über Öl, Völkermord und Doppelmoral im Iran
n-tv
Es ist nicht leicht, ein junger Jazzmusiker in Deutschland zu sein. Atrin Madani war gerade im Studio, sein neues Album wird bald erscheinen. Wann, weiß er nicht, denn Jazz ist nicht die Top-Priorität deutscher Musikverlage. Dies ist jedoch ein kleineres Problem gegenüber dem, worüber er mit ntv.de spricht: Die Situation im Heimatland seiner Eltern, dem Iran.
Es ist nicht leicht, ein junger Jazzmusiker in Deutschland zu sein. Atrin Madani war gerade im Studio, sein neues Album wird bald erscheinen. Wann, weiß er nicht, denn Jazz ist nicht die Top-Priorität deutscher Musikverlage. Dies ist jedoch ein kleineres Problem gegenüber dem, worüber er mit ntv.de spricht: Die Situation im Heimatland seiner Eltern, dem Iran.
ntv.de: Neulich habe ich mit Leyla Piedayesh über den Iran gesprochen. Ihr Fazit war, dass aus der ganzen Verzweiflung auch so etwas wie Mut wachsen kann. Siehst du das ähnlich?
Atrin Madani: Das ist auf jeden Fall ein schönes, optimistisches Bild. Mir persönlich fällt es schwer, das aufrecht zu erhalten. Es ist ja nicht das erste Mal, dass im Iran Unruhen sind. Ich erinnere mich daran, als ich die letzten Male im Iran war, 2009 und 2019. Dann kam 2022 die "Frauen Leben Freiheit"- Bewegung, und mein Bauchgefühl sagt mir gerade etwas ganz anderes: Es ist so viel krasser momentan. Wenn ich ganz ehrlich bin, dann gibt es Tage, an denen ich keine Hoffnung mehr habe. Was soll denn noch passieren?
Weil das Volk so oder so leidet, meinst du?
Ja, ob es nun Sanktionen gibt oder andere Restriktionen. Das Regime leidet nie! Es ist bewiesen, dass solche Diktatoren leben wie kriminelle Großfamilien. Sie leben wunderbar vom Schwarzmarkt, und sie werden auch ihr Öl in jeder Situation los, egal was ist.













