
Armee tötet Mexikos mächtigsten Drogenboss
n-tv
1994 wurde das letzte bekannte Polizeifoto vom mexikanischen Drogenhändler "El Mencho" gemacht. Jahrelang ist er neben "El Chapo" der berüchtigste und brutalste Drogenboss Mexikos, wird aber nie gefasst. Nun meldet die mexikanische Armee, ihn während eines Einsatzes getötet zu haben.
1994 wurde das letzte bekannte Polizeifoto vom mexikanischen Drogenhändler "El Mencho" gemacht. Jahrelang ist er neben "El Chapo" der berüchtigste und brutalste Drogenboss Mexikos, wird aber nie gefasst. Nun meldet die mexikanische Armee, ihn während eines Einsatzes getötet zu haben.
Mexikos mächtigster Drogenboss Nemesio Oseguera Cervantes, genannt "El Mencho", ist von mexikanischen Sicherheitskräften getötet worden, wie das mexikanische Verteidigungsministerium bestätigte. Insgesamt sieben Menschen seien bei dem Einsatz ums Leben gekommen. Neben Joaquin "El Chapo" Guzman und Ismael "El Mayo" Zambada zählte Oseguera Cervantes zu den berüchtigsten Drogenbossen des Landes. Die USA hatten zuletzt eine Belohnung von 15 Millionen US-Dollar (rund 12,7 Mio. Euro) auf ihn ausgesetzt. Der Ex-Polizist hatte seit 2011 das von ihm gegründete Drogenkartell Jalisco Nueva Generación (CJNG) angeführt.
Sicherheitskräfte führten eine Operation in Tapalpa im Bundesstaat Jalisco durch, die eine starke Reaktion von mutmaßlichen Bandenmitgliedern auslöste, wie Gouverneur Pablo Lemus auf X mitteilte. In mehreren Bundesstaaten, darunter in Jalisco, Michoacán, Aguascalientes, Tamaulipas und Guanajuato, wurden Straßen mit brennenden Autos, Lastwagen und Bussen gesperrt.
Auch wurden Feuer in Apotheken und kleinen Einzelhandelsgeschäften gelegt. In der von Touristen beliebten Stadt Puerto Vallarta an der Pazifikküste waren in Videos brennende Autos und große schwarze Rauchwolken zu sehen, die zwischen den Gebäuden aufstiegen. In sozialen Netzwerken kursieren Videos, die Chaos am Flughafen der zweitgrößten Stadt Mexikos, Guadalajara, nach Angriffen von Bandenmitgliedern zeigen sollen. Die Behörden riefen die Menschen dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen. Auch die US-Botschaft in Mexiko gab eine Sicherheitswarnung für US-Bürger aus. Aufgrund laufender Sicherheitsoperationen und Straßensperren sollten US-Bürger an den betroffenen Orten bis auf weiteres in ihren Unterkünften bleiben, hieß es.
"El Mencho" wurde 59 Jahre alt. Er wurde am 17. Juli 1966 in Aguililla geboren, einer armen Gemeinde im westlichen Bundesstaat Michoacán. In der mexikanischen Unterwelt wurde er wegen seiner Vorliebe für Hahnenkämpfe der "Herr der Hähne" genannt. Sein weiterer Spitzname, "El Mencho", soll eine Ableitung seines Vornamens Nemesio sein. Zahlreiche Narco-Lieder, "narcocorridos" genannt, feiern seine kriminellen Machenschaften.













