
Abgeordneter schildert nach Hakenkreuz-Skandal "emotionale Ausnahmesituation"
n-tv
Indem er bei einer Landtagsabstimmung ein Hakenkreuz hinter den Namen eines AfD-Kandidaten zeichnet, löst Daniel Born einen Skandal aus. In einem Interview bereut er seine Tat. Nach den politischen muss er auch juristische Konsequenzen fürchten.
SPD-Politiker Daniel Born hat nach eigenen Worten keine Bedenken gehabt, beim heimlichen Zeichnen eines Hakenkreuzes auf einen Stimmzettel im Landtag von Baden-Württemberg erwischt zu werden. "Ich hatte keine Angst davor, dass das Hakenkreuz mit mir in Verbindung gebracht werden würde - die Abstimmung war geheim", sagte Born der "Zeit".
Er habe sich vielmehr einen Tag später der Öffentlichkeit gestellt, um Schaden vom Landtag abzuwenden. "Angesichts der Reaktionen wurde mir klar, dass hier ein gewaltiger Vorwurf im Raum steht, gegen das gesamte Parlament", sagte er. "Es hätte wochenlange Spekulationen gegeben, der Landtag hätte erheblich Schaden genommen."
Der 49-Jährige hatte eingeräumt, bei einer geheimen Wahl am Donnerstag hinter dem Namen eines AfD-Abgeordneten ein Hakenkreuz notiert zu haben. Neben seinem Rückzug als Landtagsvizepräsident hatte Born auch seinen Austritt aus der SPD-Fraktion angekündigt.
