
5,8 Prozent mehr Geld im öffentlichen Dienst der Länder
n-tv
Weitere Streiks im öffentlichen Dienst sind vom Tisch. Die Tarifeinigung war "so schwierig wie lange nicht". Am Ende erzielen die Gewerkschaften ein Ergebnis ähnlich wie bei Bund und Kommunen. Die Laufzeit ist allerdings lang.
Weitere Streiks im öffentlichen Dienst sind vom Tisch. Die Tarifeinigung war "so schwierig wie lange nicht". Am Ende erzielen die Gewerkschaften ein Ergebnis ähnlich wie bei Bund und Kommunen. Die Laufzeit ist allerdings lang.
Die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder sollen in drei Schritten insgesamt 5,8 Prozent mehr Geld bekommen. Auf diesen neuen Tarifvertrag einigten sich die Gewerkschaften Verdi und Beamtenbund dbb mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Der neue Tarifvertrag soll 27 Monate laufen, bis zum 31. Januar 2028. Weitere Warnstreiks oder gar ein unbefristeter Streik sind damit vom Tisch.
Zum 1. April ist eine Tariferhöhung um 2,8 Prozent, mindestens aber 100 Euro vorgesehen. Eine weitere Erhöhung um 2,0 Prozent soll es zum 1. März 2027 geben, danach noch einmal um 1,0 Prozent zum 1. Januar 2028. Nachwuchskräfte sollen 150 Euro mehr bekommen. Die Arbeitsbedingungen im Osten sollen den West-Regelungen angeglichen werden, sowohl beim Kündigungsschutz als auch bei der Verringerung der Arbeitszeit an den drei ostdeutschen Unikliniken in Rostock, Greifswald und Jena.
Verdi-Verhandlungsführer Frank Werneke nannte die Verhandlungen mit den Ländern "so schwierig wie lange nicht mehr". Am Ende sei das Niveau wie im Tarifvertrag der für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen im vergangenen Jahr erreicht worden.
Verhandelt wurde für die rund 925.000 Tarifbeschäftigten der Länder. Wenn der Abschluss wie üblich auf die mehr als 1,3 Millionen Beamten und Pensionäre übertragen wird, sind insgesamt 2,2 Millionen Menschen betroffen. Es geht zum Beispiel um Beschäftigte in Straßenmeistereien, Universitätskliniken, Gefängnisbeschäftigte, um IT-Fachkräfte, Tierpfleger, Erzieherinnen oder Lehrkräfte. Die Gespräche hatten Anfang Dezember begonnen. In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder Warnstreiks gegeben.













