
260 Soldaten können Stahlwerk verlassen - ihr Cousin ist noch immer im Asowstal gefangen
RTL
Rita Zimmermann, Osteuropa-Historikerin, macht sich Sorgen um ihren Cousin. Mehr dazu im Ukraine-Talk.
Rita Zimmermann ist in Kasachstan geboren, seit ihrem 11. Lebensjahr lebt sie in Deutschland. Die Osteuropa-Historikerin hat Verwandte in Russland und in der Ukraine. Seit dem Beginn des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine "sind wir in einem Schockzustand", erzählt sie im RTL-Interview. Besonders große Sorgen macht sich die Familie um ihren Cousin. Er sitzt im Asow-Stahlwerk in Mariupol fest, ist verletzt. Er hat den Angriff einer Granate nur knapp überlebt.
Im Video gibt Zimmermann detaillierte Einblicke in die Lage der schwer umkämpften Stadt Mariupol und erklärt, warum ihre in Russland lebende Schwester weiterhin hinter Putin steht.
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Nach wochenlanger Blockade haben gut 260 ukrainische Soldaten das Asow-Stahlwerk in Mariupol verlassen. Darunter seien 53 Schwerverletzte, teilte der ukrainische Generalstab bei Facebook mit. Der Cousin von Rita Zimmermann gehört nicht dazu – er befindet sich noch immer im Stahlwerk.
Erst vor wenigen Tagen hat die Familie ihn auf einem Foto erkannt, seitdem wissen sie: Er lebt und er gehört zu all den Grenzschützern, die seit Wochen eingesperrt im Stahlwerk ums Überleben kämpfen. Er sei durch einen Granatsplitter verletzt und habe nur knapp überlebt. "Seit gestern Nacht haben wir Hoffnung, dass die Menschen, die noch dort sind, ein Chance haben zu überleben." Es "gibt inzwischen keine unverletzten Menschen mehr dort", berichtet Zimmermann.
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Als Osteuropa-Historikerin beschäftigt sich Rita Zimmermann mit der Erinnerungspolitik der russisch-orthodoxen Kirche. Putins Rückhalt in der Bevölkerung schätzt sie sehr groß ein. "Vor dem Krieg gab es noch eine Menschenrechtsbewegung, es gab so etwas wie eine Opposition (...), aber die große Menschenrechtsorganisation in Moskau ist verboten worden, über den Oppositionsführer Nawalny spricht keiner mehr. Wenn es keine Opposition mehr gibt, wer soll dann noch etwas artikulieren." Wichtig sei es jetzt laut Zimmerman, der Ukraine zu zeigen, dass demokratische Länder zusammenstehen und die Demokratie verteidigen.
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