
„Ihre Panzer bringen kein Wasser, keine Babynahrung, keinen Frieden“
Die Welt
Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) rechnet vor der UN in New York mit Russlands Krieg gegen die Ukraine ab. Ihren Amtskollegen Lawrow spricht sie dabei direkt an. Er könne sich selbst täuschen. Aber weder den Rest der Welt, noch sein eigenes Volk.
Ein kleines Mädchen, erst vor ein paar Tagen in einer Metrostation in Kiew geboren, zieht sich durch die Rede von Annalena Baerbock vor der UN-Generalversammlung. „Mir wurde gesagt, ihr Name sei Mia“, sagt Baerbock: „Ihre Familie war gezwungen, Schutz zu suchen, wie Millionen andere in der gesamten Ukraine: Schutz vor Bomben und Raketen, vor Panzern und Granaten.“ Angst und Schmerz erlebten diese Menschen, seien gezwungen, sich von ihren Liebsten zu trennen. „Weil Russland“, sagt die Bundesaußenministerin am Dienstagnachmittag (Ortszeit) in den USA, „einen Angriffskrieg gegen die Ukraine geführt hat.“
Aus dem polnischen Lodz ist Baerbock nach New York gereist, vom Treffen mit ihren Amtskollegen aus Frankreich und Polen in den UN-Plenarsaal. Der Grund für die eilige, spontane und kurze Reise an den East River: Wladimir Putins Krieg gegen die Ukraine. Seit Montag berät die UN-Generalversammlung eine Resolution zur Isolierung Russlands, indem die „Aggression gegen die Ukraine“ bedauert, die Einstellung der Kämpfe und der Rückzug Russlands gefordert wird. Baerbock redet genau dazu. Am Mittwoch soll über den Text abgestimmt werden. Deutschland entwarf die Resolution mit, über 90 der 193 UN-Staaten stehen bereits dahinter. Für die Annahme ist eine Zweidrittelmehrheit nötig.













