
Wegen 892,62 Euro! Frau lässt Millionen Euro teures Ryanair-Flugzeug pfänden
RTL
Die irische Billigairline wollte einer Mallorca-Urlauberin für einen verspäteten Flug keine Entschädigung zahlen. Das ließ die Frau nicht auf sich sitzen und schickte einen Anwalt und Gerichtsvollzieher los. Der pfändete die Boeing 737 auf dem Flughafen von Linz in Österreich. Wenn Ryanair nicht zahlt, kann der millionenschwere Jet versteigert werden.
Weil Ryanair einer Passagierin eine Entschädigung verweigert, lässt sie die gesamte Boeing 737 pfänden!Es geht um 892,62 Euro. Das Flugzeug selbst ist viele Millionen Euro wert. Den ganzen kuriosen Fall aus Linz (Österreich) könnt ihr hier auf RTL.de lesen. Ein ungewöhnlicher Fall von Flugzeugpfändung spielt sich aktuell auf dem Flughafen Linz (Österreich) ab. Die Billigairline Ryanair schuldet einer Passagierin seit 2024 insgesamt eine Entschädigung von rund 890 Euro. Doch Ryanair will nicht zahlen. Deshalb greift die Urlauberin jetzt zur Hardcore-Maßnahme. Alles fing am 11. Juli 2024 an. Die Frau und zwei Begleitpersonen wollten um 8.20 Uhr mit Ryanair nach Mallorca starten. Doch es ging erst gegen 13 Uhr los. Den Urlaubern steht deshalb laut europäischer Fluggastrechteverordnung eine Entschädigung in Höhe von 250 Euro pro Person zu. Zusätzlich hätte Ryanair die Differenz zu einem kurzfristig gebuchten Ersatzflug begleichen müssen, mit dem die Betroffene weniger stark verspätet angekommen wäre. Beides geschah jedoch nicht. Ryanair erstattete lediglich die ursprüngliche Buchung. Anwalt Georg Wageneder sagte der österreichischen Tageszeitung „Heute”, dass er bereits gegen die Fluggesellschaft geklagt habe, „aber sie haben nicht gezahlt”. Der Rechtsbeistand zeigte sich irritiert und erklärte, solche Beträge würden in der Regel beglichen. In der Folge erwirkte Wageneder beim Handelsgericht einen Exekutionstitel, wie es in Österreich heißt. Das berichteten die „Oberösterreichischen Nachrichten”. Der Anwalt fuhr also zum Flughafen, als eine Landung Ryanairs anstand, und versuchte gemeinsam mit einem Gerichtsvollzieher, die offene Summe bei den Angestellten der Airline einzutreiben. Doch der Pilot wollte nicht zahlen. Dem Anwalt reichte es. Ein Vollstrecker machte kurzen Prozess. Er brachte ein „Kuckuck-Pickerl“ an der Maschine an. Das ist eine Marke, die sagt: Die Boeing 737 ist gerichtlich gepfändet. Sie darf derzeit dennoch weiterfliegen. Doch sollte Ryanair die gut 890 Euro nicht umgehend zahlen, kann der Gerichtsvollzieher den millionenschweren Jet versteigern. Das sagte der Anwalt der Mallorca-Urlauberin den „Oberösterreichischen Nachrichten“.

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