
Vater wegen Mordversuchs an Tochter mit Mäusegift verurteilt
n-tv
Mit einer mit Mäusegift gefüllten Plombe versucht der Angeklagte, seine dreijährige Tochter zu töten. Das Landgericht Landshut verurteilt den Vater nun zu mehreren Jahren Haft. Die Verteidigung versucht vergeblich, der Mutter die Schuld zuzuschieben.
Mit einer mit Mäusegift gefüllten Plombe versucht der Angeklagte, seine dreijährige Tochter zu töten. Das Landgericht Landshut verurteilt den Vater nun zu mehreren Jahren Haft. Die Verteidigung versucht vergeblich, der Mutter die Schuld zuzuschieben.
Wegen Mordversuchs an seiner kleinen Tochter ist ein Vater vor dem Landgericht Landshut zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Mann der Dreijährigen eine selbst gefertigte, mit Mäusegift gefüllte Plombe aus Frischhaltefolie zum Schlucken gab.
Wichtigstes Indiz sei die DNA-Spur des Mannes im Inneren der Plombe. Zudem habe sich in der Folie genau die für ein Kind in dem Alter passende Dosis Gift befunden. Auch Aussagen des Mädchens seien plausibel. Die Dreijährige habe etwa einer Erzieherin von sich aus erzählt, dass ihr der Vater etwas in den Mund getan habe und sie dann in das Krankenhaus gekommen sei.
Die Kammer kam zu dem Ergebnis, dass der Angeklagte seiner Tochter die Kapsel verabreichte, ehe er sie zur Mutter zurückbrachte. Es bestehe kein Zweifel daran, dass er das Kind umbringen wollte. Die Richter sahen das Mordmerkmal der Heimtücke als gegeben an. Dass das Mädchen nicht starb, sei dem Zufall überlassen gewesen. Der Angeklagte sei überdies mit hoher krimineller Energie vorgegangen.
Die Verteidigung hatte argumentiert, dass die Mutter des Mädchens die Tat fingiert und die Plombe in dem Erbrochenen platziert habe, um dem Vater zu schaden. Die Vorsitzende Richterin sagte dazu: Sollte die Mutter das Geschehen inszeniert haben, hätte sie Erbrochenes mit passendem Inhalt - Hähnchen mit Pommes - beschaffen oder das Kind zum Erbrechen bringen müssen.













