
Verdi: Rund 300 Teilnehmer bei Tarifprotest im Einzelhandel
n-tv
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Wegen des Tarifkonflikts des Einzel- und Versandhandels haben nach Angaben der Gewerkschaft Verdi rund 300 Menschen am Samstag vor der Ikea-Deutschlandzentrale in Hofheim-Wallau protestiert. Es seien Warnstreikende auch aus anderen Handelsbetrieben für mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen beteiligt gewesen, teilte Verdi mit.
An den Warnstreiks beteiligen sich laut Verdi in Hessen auch Beschäftigte der Ketten Esprit, H&M, Kaufland, Metro, Douglas, Penny, Primark, Rewe und Zara.
Verdi fordert für die Mitarbeiter im Einzelhandel mindestens 2,50 Euro mehr pro Stunde und eine Laufzeit von einem Jahr. Je nach Bundesland kommen weitere Forderungen hinzu. Die Arbeitgeber boten in den regionalen Verhandlungen zuletzt zehn Prozent mehr plus Inflationsausgleichsprämie bei einer Laufzeit von zwei Jahren. Die Verhandlungen betreffen Millionen Beschäftigte.

Der Politikwissenschaftler Thomas Biebricher rechnet damit, dass der Streit um die "Lifestyle-Teilzeit" auf dem CDU-Parteitag zumindest im Hintergrund eine Rolle spielen wird. Aktuell dominiere zwar der wirtschaftsliberale Flügel. "Aber natürlich gibt es in der CDU auch andere, die darauf hinweisen, dass die Union immer gut damit gefahren ist, sich dem Neoliberalismus nicht komplett auszuliefern."












