
Trumps imperialer Friedensrat hat große Pläne
n-tv
In einem symbolischen Gebäude stellen Donald Trump und sein "Board of Peace" ihre goldenen Pläne für Gaza vor. Der US-Präsident sieht das Gremium als dauerhafte Einrichtung für weltweite Konfliktlösungen. Zusätzlich zu den Vereinten Nationen.
In einem symbolischen Gebäude stellen Donald Trump und sein "Board of Peace" ihre goldenen Pläne für Gaza vor. Der US-Präsident sieht das Gremium als dauerhafte Einrichtung für weltweite Konfliktlösungen. Zusätzlich zu den Vereinten Nationen.
Der große Vorsitzende ist mehr als sichtlich begeistert. "In Bezug auf Macht und Prestige sind dies die weltweit größten Anführer", schwärmt Donald Trump über sein neues "Board of Peace". Anwesend sind bei der ersten Sitzung in Washington unter anderen Staats- und Regierungschefs aus Ungarn, Kosovo, Katar und Saudi-Arabien. Deutschland sowie die EU haben Beobachter geschickt. Das von den Vereinten Nationen bestätigte Gremium soll den Wiederaufbau in Gaza planen und steuern.
Der grobe Fahrplan ist ambitioniert. Beginnend im Süden mit der Stadt Rafah, soll der Gazastreifen in fünf Zonen schrittweise nach Vorstellungen von Immobilienentwicklern wiederaufgebaut werden. Derzeit kontrolliert Israels Militär etwa die Hälfte des Territoriums, die andere die palästinensische Hamas. "Sie werden ihre Waffen aufgeben, das haben sie mir versprochen", meint der US-Präsident bei dem Treffen des Rates. Israel hat dafür eine zweimonatige Frist gesetzt - andernfalls werde das israelische Militär "den Auftrag erfüllen müssen", also den ohne fragilen Waffenstillstand brechen.
Humanitäre Hilfe erreiche Gaza bereits ausreichend, um die verbliebenen 2,1 Millionen Einwohner zu versorgen, berichtet das Gremium. Zugleich versucht es, eine neue palästinensische Polizei mit der Zielstärke von 12.000 Mitgliedern aufzubauen und plant, eine die Internationale Schutztruppe (ISF) mit 20.000 Soldaten zu bilden. Auf dieser Basis werde innerhalb von zehn Jahren ein friedvolles, blühendes Gaza entstehen, dass sich selbst regiert. Bis es so weit ist, soll der Friedensrat über den bereits eingesetzten palästinensischen Verwaltungsrat bestimmen.
Es dauert keine Minute seiner Eröffnungsrede, bis Trump sich selbst für seine Friedenserfolge in der Welt lobt, wonach er eine Episode mit den tollen US-Börsenkursen hinterherschießt. Dafür sind die Vertreter der Staaten sowie Fifa-Präsident "Johnny“ Infantino ebenfalls gekommen: Einer nach dem anderen wird nach der 48-minütigen Eröffnungsrede Trumps den Tatendrang und Führungsstärke des US-Präsidenten loben. Der spricht viel über Frieden, droht aber zugleich dem Iran mit Krieg. Denn Frieden im Nahen Osten, so Trump, könne es nur geben, wenn die Islamische Republik keine Atomwaffen besitze.













