
USA wollen unrechtmäßig Abgeschobenen nach Uganda fliegen
n-tv
Im März wird Kilmar Abrego Garcia rechtswidrig nach El Salvador abgeschoben. Monatelang kämpft er dagegen. Im Juli wird er dann zurück in die USA gebracht und am Freitag auf richterliche Anordnung freigelassen. Doch die US-Regierung will Garcia direkt wieder abschieben - dieses Mal nach Uganda.
Der erst am Freitag in den USA freigelassene Migrant Kilmar Abrego Garcio aus El Salvador soll laut seinen Anwälten kommende Woche nach Uganda abgeschoben werden. Wie seine Anwälte mitteilten, legten sie Beschwerde gegen die Pläne der US-Regierung ein: Die Abschiebung nach Uganda sei eine Strafe dafür, dass Abrego Garcia seine anfängliche Abschiebung nach El Salvador angefochten hatte, so die Anwälte.
Die Anwälte sagten, ein Einwanderungsbeamter habe sie direkt nach der Freilassung informiert, dass ihr Mandant nach Uganda abgeschoben werden solle. Dafür müsse er sich bei der zuständigen Behörde in Baltimore melden. Uganda hatte am Donnerstag mitgeteilt, im Rahmen eines Abkommens mit den USA abgelehnte Asylbewerber aufzunehmen.
Abrego Garcia befindet sich derzeit bei seiner Familie im US-Bundesstaat Maryland. Anfang Juni war er aus El Salvador zurück in die USA gebracht und dort sofort festgenommen worden. US-Justizministerin Pam Bondi hatte erklärt, er müsse sich wegen des Vorwurfs des Menschenschmuggels verantworten. Ein Richter in Tennessee hatte entschieden, dass Abrego Garcia bis zum Prozessbeginn am 27. Januar 2026 freigelassen werden sollte.
