
USA und Israel - Waffenbrüder im ständigen Widerspruch
n-tv
Wann ist der Krieg gegen den Iran vorbei? Welche militärischen Ziele stehen im Fokus? Warum wurde das Land überhaupt angegriffen? Die Verbündeten Trump und Netanjahu senden völlig gegensätzliche Signale.
Wann ist der Krieg gegen den Iran vorbei? Welche militärischen Ziele stehen im Fokus? Warum wurde das Land überhaupt angegriffen? Die Verbündeten Trump und Netanjahu senden völlig gegensätzliche Signale.
"Ich bin stolz, der beste Freund zu sein, den Israel jemals hatte." Vor und nach dieser Aussage von US-Präsident Donald Trump im Herbst 2025 liegen zwei an der Seite Israels geführte Kriege. Im Sommer bombardierten die Streitkräfte der beiden Länder iranische Atomanlagen. Vor gut drei Wochen zogen sie dann wieder gegen die autoritär regierte Islamische Republik in den Krieg.
Obwohl Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu betonen, dass kein Blatt Papier zwischen sie passe, deutet einiges auf unterschiedliche Prioritäten im Krieg hin. Spekulationen über Risse im Verhältnis der Verbündeten werden genährt durch wankelmütige und nicht immer synchrone Kommunikation - auch wenn Trump zuletzt bekräftigte: "Unsere Beziehung ist sehr gut."
Die Angaben der Waffenbrüder sind oft widersprüchlich oder passen nicht zum tatsächlichen Kriegsgeschehen. So spricht Trump am Freitag davon, die US-Angriffe zurückzufahren, da man kurz davor sei, die Kriegsziele zu erreichen - während US-Medienberichten zufolge Tausende weitere Soldaten in die Region geschickt werden. Die Frage, ob Israel bereit sei, den Krieg zu beenden, wenn die USA es sind, beantwortet Trump mit: "Das denke ich, ja."
Tags darauf klingt es aus dem Munde des israelischen Generalstabschefs aber ganz anders. Drei Wochen Krieg hätten den iranischen Machtapparat zwar geschwächt, man sei aber gerade erst "auf halbem Weg", sagt Militärchef Ejal Zamir. Der Krieg werde auch während des jüdischen Pessachfests weitergehen. Das beginnt am Abend des 1. April und dauert eine Woche.













