
Ein Bordellbesuch im Bahnhofsviertel
n-tv
In einem Laufhaus sorgt der Wirtschafter dafür, dass der Betrieb läuft. Was sind die Herausforderungen dieses besonderen Jobs? Aus dem Arbeitsalltag im Bordell.
In einem Laufhaus sorgt der Wirtschafter dafür, dass der Betrieb läuft. Was sind die Herausforderungen dieses besonderen Jobs? Aus dem Arbeitsalltag im Bordell.
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Von seinem Schreibtisch aus hat Daniel alles im Blick. Große Monitore von Überwachungskameras sind gegenüber an der Wand montiert, sie zeigen das Geschehen in den Gängen des Laufhauses im Frankfurter Bahnhofsviertel. Es herrscht noch mäßiger Betrieb an einem frühen Mittwochabend, ab und zu huschen Freier durchs Bild, die Kapuzen teils tief ins Gesicht gezogen.
Daniel ist im "Haus 42" der Wirtschafter, er koordiniert die Zimmervermietung an die Prostituierten und ist für die Sicherheit verantwortlich. "Ich bin das Bindeglied zwischen der Chefetage und den Frauen", sagt der 40-Jährige. An den Job sei er eher zufällig gekommen, als Hobby-Kampfsportler habe er Kontakte ins Rotlichtmilieu gehabt. Früher arbeitete Daniel als Türsteher.
Bei der Auswahl der Frauen spiele die Hygiene eine wichtige Rolle - und die Papiere müssten stimmen, erklärt der Wirtschafter. Zudem dürften sie nicht alkohol- und drogenabhängig sein oder zur Prostitution gezwungen werden.
"Hin und wieder hat man einen schwierigen Gast, der sich nicht benehmen kann", erzählt Daniel. Demjenigen werde dann erklärt, dass er besser verschwinden soll, sonst müsse man ihn hinaustragen. "Im besten Fall passiert nichts, aber viele verstehen es leider nicht." Die Telefone in den Zimmern verfügten über einen Notfallmodus. Sollte es Probleme geben, landet der Anruf im Büro des Wirtschafters.













