
Trump deutet in Interview nahes Kriegsende an
n-tv
Die Ziele der USA im Iran bleiben noch immer weitgehend nebulös. Da ist es umso überraschender, dass US-Präsident Trump in einem Interview nun andeutet, der Krieg gehe seinem Ende entgegen. Die USA seien ihrem Zeitplan weit voraus.
Die Ziele der USA im Iran bleiben noch immer weitgehend nebulös. Da ist es umso überraschender, dass US-Präsident Trump in einem Interview nun andeutet, der Krieg gehe seinem Ende entgegen. Die USA seien ihrem Zeitplan weit voraus.
US-Präsident Donald Trump bezeichnet den Krieg gegen den Iran als weitgehend entschieden. "Ich denke, der Krieg ist so gut wie abgeschlossen" (engl. "is very complete"), zitiert CBS-Reporterin Weijia Jiang auf X aus einem Telefoninterview mit dem Präsidenten. Er fügte demnach hinzu, die USA seien ihrem ursprünglichen Zeitplan von vier bis fünf Wochen "weit" voraus.
"Sie haben keine Marine, keine Kommunikationssysteme, keine Luftwaffe", soll Trump demnach CBS gesagt haben. Tatsächlich scheint nahezu die gesamte Marine des Irans außer Gefecht gesetzt zu sein. Allerdings beruht die militärische Stärke des Iran vor allem auf seinen Landstreitkräften - allen voran den Revolutionsgarden. Die umfassen, je nach Angaben, zwischen 125.000 und 200.000 gut ausgerüsteten Kämpfern. Dazu kommen weitere Kräfte, wie etwa die Basidsch-Milizen, die ebenfalls mehrere Hunderttausend Mann umfassen könnten. Die Luftwaffe des Iran wird ebenfalls als wenig schlagkräftig eingeschätzt. Sie soll vor allem aus Kampfjets aus den 70er und 80er Jahren bestehen.
Experten bezweifeln, dass der Iran militärisch ausschließlich durch Luftangriffe zu schlagen sei. Die Konsequenz für die USA wäre ein Einsatz von Bodentruppen. Dazu hatte Trump sich unterschiedlich geäußert - mal begeistert, meist jedoch eher zurückhaltend. Die US-Regierung hatte bereits wenige Tage nach Beginn des Krieges auch die Kurden im Irak als mögliche Kämpfer vor Ort ins Spiel gebracht. So soll es die Überlegung gegeben haben, die Truppen mit US-Waffen auszustatten. Bei den kurdischen Kräften gab es allerdings enorme Skepsis und auch Trump erklärte die Idee vor wenigen Tagen wieder als nicht sinnvoll.
Ergänzend warnte Trump den Iran: "Sie haben alles abgeschossen, was sie abschießen konnten, und sie sollten besser nichts Ausgefallenes versuchen, sonst wird das das Ende dieses Landes sein." Was genau er damit meint, bleibt offen. Die Bombardements des Irans durch israelische und amerikanische Truppen geht weiter. Der Iran feuert seinerseits weiterhin Drohnen und Raketen auf Nachbarstaaten wie den Irak oder die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Zahl der iranischen Luftschläge hat seit Kriegsbeginn deutlich nachgelassen, wie groß das Arsenal Teherans aber noch ist, kann nicht mit Gewissheit geklärt werden.













