
Mord vor 33 Jahren: Lebenslange Haft für 59-Jährigen
n-tv
Nach mehr als 30 Jahren wurde ein mittlerweile 59-Jähriger für den Mord an einer Stewardess verurteilt. DNA-Spuren führten zur Aufklärung des Falls aus dem Jahr 1992.
Nach mehr als 30 Jahren wurde ein mittlerweile 59-Jähriger für den Mord an einer Stewardess verurteilt. DNA-Spuren führten zur Aufklärung des Falls aus dem Jahr 1992.
Bonn (dpa/lnw) - Mehr als 30 Jahre nach der Tötung einer 29-jährigen Stewardess in Bonn-Bad Godesberg ist ein mittlerweile 59-Jähriger wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Bonner Schwurgericht sprach ihn wegen der Tat aus dem Jahr 1992 schuldig. Eine besondere Schwere der Schuld - wie von Staatsanwalt und Nebenklage gefordert - wurde nicht festgestellt.
Der Angeklagte war nach Wiederaufnahme des sogenannten Cold Case-Falls durch drei DNA-Spuren im Mai 2025 identifiziert worden. Bei seiner Festnahme lebte er in Bad Breisig (Rheinland-Pfalz) und arbeitete dort als Hilfskoch. Zum Prozessauftakt im Januar hatte er ein Geständnis abgelegt.
Nach Überzeugung des Gerichts hatte der Mann am Tatabend gezielt "eine Zufallsperson" gesucht, um sie zu vergewaltigen. Nachdem er seine Tätigkeit in einem Bonner Gasthaus beendet hatte, habe er einige Biere getrunken, Drogen genommen und sei mit dem Fahrrad losgefahren.
Gegen drei Uhr morgens habe der Angeklagte die 29-Jährige gesehen, wie sie aus einem Auto stieg und auf die Wohnung ihres damaligen Freundes zuging, und beschlossen, seinen Plan umzusetzen. Die Tötung der Frau habe er ursprünglich nicht vorgehabt, hieß es im Urteil.













