
Station für behandlungsunwillige Tuberkulose-Patienten
n-tv
Patienten mit Tuberkulose, die sich weder behandeln lassen wollen noch selbst isolieren, können per Gerichtsbeschluss in eine geschlossene Einrichtung gebracht werden. Die bundesweit einzige Station für solche Fälle wird derzeit in Oberfranken gebaut.
Kutzenberg (dpa/lby) - Im Landkreis Lichtenfels entsteht derzeit eine bundesweit einmalige Einrichtung. Es wird eine Station für Tuberkulose-Patienten gebaut, die sich eigentlich nicht behandeln lassen wollen, wegen der Ansteckungsgefahr aber dort per Gerichtsbeschluss eingewiesen werden. 2022 soll sie eröffnen, Platz ist für bis zu 24 Patientinnen und Patienten aus dem gesamten Bundesgebiet. Der Neubau kostet rund sieben Millionen Euro.
Es gebe in Deutschland Menschen, die an Tuberkulose erkranken, aber eine Behandlung ablehnen, erläuterte ein Sprecher der Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken (GeBO). Um zu verhindern, dass sie andere anstecken, aber zugleich auch selbst behandelt werden können, brauche es diese Einrichtung. Die Unterbringung erfolge dann aufgrund des Infektionsschutzgesetzes. Viele Betroffene würden zudem auch an einer psychischen Störung leiden und bräuchten auch in diesem Bereich Hilfe.

Der Politikwissenschaftler Thomas Biebricher rechnet damit, dass der Streit um die "Lifestyle-Teilzeit" auf dem CDU-Parteitag zumindest im Hintergrund eine Rolle spielen wird. Aktuell dominiere zwar der wirtschaftsliberale Flügel. "Aber natürlich gibt es in der CDU auch andere, die darauf hinweisen, dass die Union immer gut damit gefahren ist, sich dem Neoliberalismus nicht komplett auszuliefern."












