
Spielbanken schränken wegen Warnstreiks Betrieb ein
n-tv
Warnstreik in den niedersächsischen Spielbanken: Gäste müssen mit geschlossenen Türen und verkürzten Öffnungszeiten rechnen. Was steckt hinter dem Tarifkonflikt mit der neuen Betreiberin?
Warnstreik in den niedersächsischen Spielbanken: Gäste müssen mit geschlossenen Türen und verkürzten Öffnungszeiten rechnen. Was steckt hinter dem Tarifkonflikt mit der neuen Betreiberin?
Hannover (dpa/lni) - Nach der Übernahme der Spielbanken in Niedersachsen durch die Merkur-Gruppe droht dem neuen Betreiber am Mittwoch ein Warnstreik der Mitarbeiter. In der gerade laufenden Tarifrunde ruft die Gewerkschaft Verdi die 430 Beschäftigten der Spielbanken zum Ausstand auf. Gäste müssten mit eingeschränkten Öffnungszeiten, reduziertem Spielangebot und geschlossenen Spielbanken rechnen, hieß es bei der Gewerkschaft. In Hannover ist am Vormittag eine zentrale Kundgebung geplant.
Die betroffenen Spielbanken schränken wegen des Ausstandes ihre Öffnungszeiten an allen Standorten in Niedersachsen deutlich ein, wie der Betreiber der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. In Hannover öffnet die Spielbank am Mittwoch demnach erst um 12 Uhr, in Bad Zwischenahn, Seevetal, Göttingen und Braunschweig erst um 18 Uhr. Bad Bentheim, Bad Pyrmont, Osnabrück, Wolfsburg und Norderney bleiben am Mittwoch ganz geschlossen.
Einen Tag vor der nächsten Verhandlungsrunde am Donnerstag erhöht Verdi damit den Druck auf den Arbeitgeber. Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten der Merkur Spielbanken Niedersachsen GmbH eine Entgelterhöhung von sieben Prozent, die Einführung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld, sowie bezahlte Pausen für alle Beschäftigten. Der Arbeitgeber lehnt das als zu hoch ab.
Die Verhandlungen laufen seit Anfang Januar. In der zweiten Verhandlungsrunde Ende Januar habe es zwar eine Annäherung und danach ein zweites Angebot der Arbeitgeberseite gegeben, hieß es bei der Gewerkschaft. Bei der Entgeltsteigerung liege man aber noch weit auseinander.













