
Baerbock nennt Porno-Deepfakes als Beispiel für das, was schiefläuft
n-tv
Ohne ihn beim Namen zu nennen, kritisiert Baerbock den US-Präsidenten scharf. In Trumps Außenpolitik sieht die Präsidentin der UN-Generalversammlung eine Bedrohung. Was die Macht des Stärkeren bedeutet, zeigt Baerbock an einem drastischen Beispiel.
Ohne ihn beim Namen zu nennen, kritisiert Baerbock den US-Präsidenten scharf. In Trumps Außenpolitik sieht die Präsidentin der UN-Generalversammlung eine Bedrohung. Was die Macht des Stärkeren bedeutet, zeigt Baerbock an einem drastischen Beispiel.
Annalena Baerbock ist von New York nach Straßburg gereist, um über Deepfakes zu sprechen. Zum ersten Mal tritt sie im Plenarsaal des Europaparlaments als Präsidentin der UN-Generalversammlung auf. Und Baerbock macht da weiter, wo sie als Außenministerin aufgehört hat. Sie pocht auf humanitäre Werte. Dass Donald Trump auf Menschenrechte pfeift, stört Baerbock nicht. Die Politik des US-Präsidenten spornt sie eher an. Jetzt erst recht. Wie schlecht es um die Menschenrechte steht, zeigt Baerbock in ihrer Rede am Beispiel von Deepfakes.
Insgesamt 95 Prozent der Deepfakes, also täuschend echt von KI generierte Bilder im Internet, seien pornografische Inhalte, sagt Baerbock. Diese würden online geteilt ohne die Zustimmung von Betroffenen, also von denjenigen, die als Vorlage für die Pornos dienten. Zu 99 Prozent bilden diese Deepfakes laut Baerbock Frauen ab. Deshalb handle es sich dabei um "einen zutiefst systemischen Angriff auf Frauen".
Baerbock scheut sich nicht, die ganz großen Ideale zu beschwören. Frauenrechte seien nicht nur Menschenrechte, sondern ein "Frühwarnsystem für Angriffe auf die offene und freie Gesellschaft". Schweigen sei keine Option, die Wahrheit kein "Zuschauersport" - und "diplomatisch bleiben keine Erfolgsstrategie", sagt sie vor den Parlamentariern.
Baerbock weiß selbst, wie sehr sie manchmal aneckt. Das war auch schon so, als sie deutsche Ministerin war. Konzepte wie die feministische Außenpolitik empfanden Kritiker als inkohärent und elitär. Sie musste sich den Vorwurf gefallen lassen, ihr Kurs gegenüber Ländern des globalen Südens sei bevormundend.













